Unverfroren verbreitet der grüne Aargauer Nationalrat Geri Müller die Zweck-Lüge, es würden pro Jahr 300 Selbsttötungen mit Armeewaffen verübt. Die Tatsache, dass das Bundesamt für Statistik schon vor einem Monat die korrekten Zahlen bekannt gegeben hat, wird einfach unterdrückt. Von 1'300 Suiziden jährlich werden 17 % mit Schusswaffen ausgeführt. Bei lediglich 1.8 % aller Selbstmorde, also in etwa 24 Fällen pro Jahr, ist gemäss offiziellen Statistiken eine Armeewaffe im Spiel.

Keiner der mehrmals als Pro-Argument angeführten Amokläufe der letzten Jahre erfolgte mit einer persönlichen Armeewaffe (auch bei Leibacher nicht). Zugegeben, jeder Suizid ist einer zu viel, aber mit dieser Methode verhindert man kein einziges Unglück, zumal die dazugehörige Taschenmunition zwingend in einem Logistik-Zentrum aufbewahrt werden muss. Wenn jemand zu einer Selbsttötung entschlossen ist, findet er immer einen Weg. Zur Vermeidung solch tragischer Fälle muss der Ansatz frühzeitig und auf andere Art erfolgen. Der Lebensschutz dieser Initiative ist also lediglich ein allzu durchsichtiger Vorwand, um die wahren Absichten dieser Armee- und Schützenfeinde zu verschleiern.

Die Anhänger einer Zerschlagung unserer Milizarmee, einer Anpassung ans EU-Waffenrecht und Nato-Kompatibilität haben sich leider dieser verhängnisvollen Bewegung noch angeschlossen. Darunter befinden sich auch einige Offiziere (Keckeis) und eine Mehrheit der Medien. Da die neo-marxistischen Initianten den Bundesämtern für Justiz und Militär misstrauen, soll die Beaufsichtigung von Schusswaffen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) unterstellt werden (kein Witz). In was für Razzien dann sämtliche Waffen von BAG-Beamten eingezogen und wie die Besitzer entschädigt werden sollen, sagen die Initianten nicht. Voraussichtlich müssten, nebst einem riesigen zusätzlichen Beamten-Apparat, dafür mindestens zwei Milliarden Franken an Steuergeldern aufgewendet werden.

Verbrecher und kriminelle Ausländer, die ihre Waffen natürlich nicht registrieren lassen, wären dann noch die einzigen (illegalen) Waffenbesitzer und könnten diese umso skrupelloser einsetzen. Es ist zu hoffen, dass eine Mehrheit von Volk und Ständen traditionsbewusst genug ist, die hinterhältigen Absichten dieser linksradikalen Armee-Vernichter durchschaut und diese unvernünftige, militär- und schweizfeindliche Initiative mit einem wuchtigen NEIN bachab schickt.

Leserbrief von Robert Nieth,
Walchwil ZG

03.02.2011 | 1288 Aufrufe