Weltweit wird nach Auswegen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise gesucht. Westschweizer Weinbauern haben für unsere Direkte Demokratie eine Lösung in Form der eidgenössischen Volksinitiative «Für eine Wirtschaft zum Nutzen aller» gefunden. Um dem Druck des sogenannt freien Marktes auf die Landwirte etwas entgegenzusetzen, bekämpften sie bereits das von Bundesbern einseitig in Kraft gesetzte «Cassis de Dijon»-Abkommen mit der EU.

Die Doktrin «mehr Wettbewerb» für die Landwirtschaft prägte in den letzten Jahren die Agrarpolitik. Den Schweizer Landwirten wurde ohne Rücksicht auf die ungleichen Rahmenbedingungen für ihre Produktion eine Annäherung an das EU-Preisniveau als Zielvorgabe aufgezwungen. Zur Zielerreichung soll die Marktöffnung für Agrarprodukte dienen, mit unabsehbaren Folgen für unser Land: Verlust von bäuerlichen Betrieben und bei den vor- und nachgelagerten Stufen, Abhängigkeit gegenüber dem Ausland, ungenügender Selbstversorgungsgrad, Entvölkerung des ländlichen Raums, Vergandung in Tourismusregionen usw.

Die Volksinitiative will eine Wirtschaft mit einer fairen Wettbewerbskultur, die die natürlichen Ressourcen schont und Rücksicht auf unsere lokalen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen nimmt und unsere Souveränität bewahrt. Die einheimischen Wirtschaft und unsere hohen Qualitäts- und Umweltstandards müssen gegen Unlauteren Wettbewerb und Dumping geschützt werden. Die vorgeschlagenen bewährten Instrumente, wie Schutzzölle und Einfuhrkontingente sollen für gleich lange Spiesse mit dem Ausland sorgen.

Die Initiative «Für eine Wirtschaft zum Nutzen aller» bietet uns die Chance, die Weichen für die zukünftige Ausrichtung unserer Wirtschaftspolitik zu stellen. Ergreifen wir sie, indem wir die Initiative unserer aktiven Mitbürger aus der Romandie unterzeichnen!

Initiativkomitee und Unterschriftenbögen: http://www.economie-utile-a-tous.ch/index.php?langue=de

Peter Aebersold,
Zürich

16.04.2012 | 1215 Aufrufe