Die Zitterpartie der «Europhoniker» ist in der ersten Runde mit einer «Inflation der Nullen» abgeschlossen. Bleich aber sichtlich erleichtert, verkünden die Brüsseler-Strategen der Welt wie Insolvenz maroder Staaten und Banken mit dem «Hebel» abgewendet werde. Im Vorspiel zu diesem Kraftakt wurde eine belgisch-französische Staatsbank «zerschlagen», weil sie es nicht mehr unter den Schutzschirm schaffte.

Die Griechen, jahrelang vom Euro profitierend, in jeder nur erdenklichen Form, wollen sich der verordneten «Rosskur» nicht unterziehen und träumen vom Drachmen. Wer gibt schon gerne Privilegien auf! Präsident und Finanzminister werden der Welt vorgeführt, wie Jagdtrophäen.

Die italienische Politik, korrupt und mafios bis in den letzten Winkel des Landes, hat ihre Glaubwürdigkeit gänzlich verloren. Regierung und Bürger belügen sich gegenseitig. Der Schuldenberg ist gigantisch, aber die Sparmassnahmen sind minim. Ministerpräsident Berlusconi reagiert mit leeren Worthülsen und Versprechen an deren Erfolg er selber nicht mehr glaubt. Trotzdem versucht er mit ministerialem Imponiergehabe unter dem Euro-Rettungs-Schirm eine Gnadenfrist bis zu seinem absehbaren Rücktritt zu erschwindeln.

Der «Hebel» aus der «Trickkiste» der Finanz-Experten, soll mit wundersamer Geldvermehrung alle Liquiditätsprobleme wegzaubern. Ob sie wohl ahnen was sie da tun?

Kurt Brugger,
Uetikon am See ZH

 

02.11.2011 | 1200 Aufrufe