Die rekordstarke Währung der Schweiz hat in erster Linie eine positive Ausstrahlung und ist ein starkes Statement der «Alpendemokraten» in die ganze Welt. Sie ist ein deutliches Zeichen der hohen Produktivität unserer Wirtschaft, tiefer Verschuldung, funktionierender Infrastruktur und eines Regierungssystems mit genügender Effizienz, um in der «Champions-League» mithalten zu können. Was ist daran eigentlich so schlecht?

Warum lösen wir dieses «Problem» nach aussen? Indem wir mit Milliarden den Franken schwächen und uns damit selber bestrafen? Mit tiefen Zinsen die Erträge aus den Vermögen der Bürger, der Firmen und der Sozialversicherungen minimieren und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mittelfristig die Kaufkraft aufs Spiel setzen? Würden wir nicht besser dieses Geld nach innen einsetzen? Um einige notleidende Branchen (Exportwirtschaft, Tourismus) über die Runden zu bringen? Wer steht eigentlich hinter dem «Erfolgsmodell Schweiz»?

Sind es nicht all jene, die über Jahrzehnte durch ihre Arbeit und ihren Einsatz die Schweiz aufgebaut haben? Wir alle! Die mit Leistungsbereitschaft und Herzblut den Alltag bestreiten, um den Wohlstand unseres Landes auch für die nächsten Generationen zu erhalten. Ist es richtig, wenn das Direktorium der Nationalbank (allenfalls zusammen mit der Regierung) Entscheide fällt, mit derart weitreichenden Folgen für uns Schweizer? Gerne würde ich von einem der zahlreichen Chef- Experten mit plausiblen und nicht schönfärberischen Argumenten vernehmen, was zu meinen offenen Fragen zu sagen ist.

Warum suchen wir eigentlich immer nach den Haaren in der Suppe? Sollten wir nicht endlich stolz sein, aber auch dankbar und demütig, für das, was die Schweiz und das «Fränkli» heute sind? Anschauungsunterricht in der EU und der Welt, von dem, was das Gegenteil sein könnte, haben wir ja zuhauf.

Kurt Brugger,
Uetikon am See ZH

03.07.2013 | 1761 Aufrufe