Ein Hype zum Thema Übergriffe auf Frauen, nämlich «#metoo» (ich auch) mit immer neuen, pikanten Enthüllungen geistert zur Zeit durch die Medien. Darin melden sich Frauen zu Wort, die von Männern belästigt wurden. Da es sich bei den mutmasslichen Tätern ausnahmslos um prominente Männer handelt, ist das Interesse der Medien entsprechend gross. Als willkommener Nebeneffekt (oder eher Hauptzweck?) wird den Opfern mediale Aufmerksamkeit zuteil und zwar nicht zu knapp. Anderseits sind aber Fälle, in denen Frauen solche Übergriffe provozieren und wohlwollend dulden, nicht selten – und dienen beispielsweise dazu, ihren Karrieren Schub zu verleihen. Darüber wird aber nicht berichtet.

Otto Weiersmüller, Uetikon a.S.

29.01.2018 | 1776 Aufrufe