Soldaten entwaffnen? Private nicht? Wehrpflichtige haben keine Munition mehr zu Hause. Munition erhält der Schütze erst im Schiessverein, wo er verantwortungsbewusst trainiert. Soll er die Waffe jedesmal im Zeughaus holen müssen? Das würde die ausserdienstliche Übung zur Wehrbereitschaft erschweren. Bei dringender Mobilisation wäre die Waffe nicht greifbar.

Dagegen haben die privaten Waffenbesitzer (darunter nicht bekannte Suizidgefährdete und Kriminelle) sowohl Waffen wie Munition zur Hand. Unsere Verteidigungsarmee darf nicht geschwächt werden. Würden die unabsehbaren Kosten für die verlangte neue Infrastruktur zu Lasten dringenderer, z.B. sozialer Aufgaben, gehen?

Sogar die Bibel steht hinter einer Verteidigungsarmee, wenn es im Kapitel 13 des Briefes von Apostel Paulus an die Römer heisst: "Denn sie (die Obrigkeit, der Staat) trägt das Schwert (Polizei, Armee) nicht umsonst: sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe über den, der Böses tut". Polizisten und Armeeangehörige sind Organe des Staates, die unter Umständen in höherem Interesse Waffen einsetzen müssen, was als Privatperson nicht erlaubt ist.

Aus Sicherheitsgründen brauchen wir nicht nur eine gute Feuerwehr, sondern auch eine gut ausgebildete Armee für viele denkbare Notfälle, wie Umweltkatastrophen, Objektsicherung gegen Terrorismus, Unruhen (wenn durch die noch nicht ausgestandene Finanzkrise das Volk Vermögen verliert und die Schere zwischen arm und reich immer grösser wird). Auch eine militärische Ausweitung von internationalen und interkontinentalen Finanz- und Wirtschafts-Kriegen ist denkbar.

Vor allem ist die Bevölkerung nebst der Polizei auch durch die Armee zu schützen. Neu dürfen auf Grund von schärferen Kontrollen Unberechenbare keinen Militärdienst leisten. Darum: Armee-Entwaffnungs-Initiative Nein!

Leserbrief von Emil Rahm,
Hallau

 

24.01.2011 | 1173 Aufrufe