Beweisführung

Der breiten Öffentlichkeit wird suggeriert, die sogenannte «Flüchtlingskrise» sei aus heiterem Himmel über Europa hereingebrochen. Es ist aber nachweisbar, dass dieses Ereignis von langer Hand geplant war.

von Oliver Janich, investigativer Journalist, oliverjanich.de

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es immer in irgendeinem Winkel der Welt Kriege. Seit siebzig Jahren flüchten Menschen vor diesen Kriegen, immer aber in die angrenzenden Länder oder in die friedlichen Regionen ihres eigenen Landes. Warum kommen jetzt plötzlich alle nach Europa? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns mit der Vorgeschichte der Ereignisse beschäftigen.

Uno legte den Grundstein

Bereits am 17. März 2000 veröffentlichten die Vereinten Nationen (Uno) ein Papier mit dem Titel «Bestandserhaltungsmigration: Eine Lösung für abnehmende und alternde Bevölkerungen?». Zwar enthält das Papier nicht – wie manchmal dargestellt – konkrete Pläne dafür, wie man es fertigbringt, Millionen von Einwanderern nach Europa zu locken, aber das ist auch nicht der Zweck solcher Studien. Der Zweck solcher Analysen ist es, den Entscheidungsträgern in den Uno-Ländern ein Narrativ an die Hand zu geben, mit welchem sie ihre jeweiligen Bevölkerungen von einer bestimmten Politik überzeugen können. Und genau das wird mit dieser Studie gemacht.

In der deutschen Pressemitteilung dazu heisst es unter anderem wörtlich:

  • «Die Zahl der Einwanderer, die notwendig ist, um einen Rückgang der Gesamtbevölkerung aufzufangen, liegt erheblich über der in den Uno-Prognosen vorhergesehenen Zahl.»
  • «Die Zahl der Einwanderer, die notwendig ist, um ein Schrumpfen der Personengruppe im arbeitsfähigen Alter zu verhindern, ist höher als die Zahl, die notwendig ist, um einen Rückgang der Gesamtbevölkerung aufzufangen.»
  • «Im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungsgrösse bräuchten Italien und Deutschland die höchste Anzahl von Einwanderern, um den Bestand ihrer Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter zu erhalten. Für Italien wären jährlich 6’500 Zuwanderer pro 1 Million Einwohner notwendig und für Deutschland 6’000.»
  • «Zu den kritischen Fragen, die angegangen werden müssen, gehören: […] Politikansätze und Programme im Zusammenhang mit der internationalen Wanderung, insbesondere zur Bestandserhaltungsmigration und zur Eingliederung einer grossen Zahl neuer Einwanderer und ihrer Nachkommen.»

Widersprüche

Die Empfehlung ist also eindeutig: Durch Einwanderung soll der schrumpfenden Bevölkerung entgegengewirkt werden. Gleichzeitig bringt es die Uno aber fertig, das weltweite Bevölkerungswachstum zu beklagen. Im Bericht zur sogenannten «Agenda 21», die auf dem UN-Gipfel in Rio 1992 vorgestellt wurde, heisst es dazu wörtlich auf Seite 25:

«Die wachsende Weltbevölkerung und der Anstieg der Weltproduktion im Verbund mit nicht nachhaltigen Konsumgewohnheiten setzt die lebenserhaltende Kapazität unseres Planeten einer immer grösseren Belastung aus.»

Dazu muss man wissen, dass wir seit der Industrialisierung längst der «malthusischen Falle» entkommen sind. Solange die Produktivität schneller steigt als die Bevölkerung – was sie seit der Industrialisierung tut – 
gibt es keine Ressourcenprobleme. Voraussetzung für die steigende Produktivität ist eine möglichst freie Marktwirtschaft. Die Agenda 21 empfiehlt aber das genaue Gegenteil, nämlich permanente Eingriffe in den Markt.


Versteckte Agenda

Wie ist es also zu erklären, dass sich die Uno in dieser wichtigen Frage selbst widerspricht und eine Lösung zu einem nicht existenten Problem vorschlägt, die das Problem nicht löst, sondern erst erzeugen würde? Nun, es gibt eben zwei Agenden: Diejenige, die der Bevölkerung mittels Orwell‘schem Neusprech vermittelt wird und eine versteckte Agenda.

Das Gebäude der Uno in New York wurde von der Rockefeller-Familie gespendet. Also kann man davon ausgehen, dass die Uno einen Zweck erfüllt, die den Interessen der Rockefellers dient. Welcher das ist, bekannte David Rockefeller in seiner eigenen Autobiografie ganz freimütig. Wörtlich schreibt er:

«Einige glauben sogar, wir seien Teil einer geheimen Verschwörung, die gegen die Interessen der USA opponiere, charakterisieren mich und meine Familie als ‹Internationalisten› und werfen uns vor, wir konspirierten mit anderen auf der ganzen Welt, um eine neue ganzheitlichere globale politische und wirtschaftliche Struktur aufzubauen – eine neue Welt, wenn Sie so wollen. Wenn das die Anklage ist, dann bin ich schuldig, und ich bin stolz darauf.»

Die Drahtzieher

Das ist der nur wenig verbrämte Ruf nach einer Weltregierung. Selbst die «Jerusalem Post», nicht gerade für das Verbreiten von Verschwörungstheorien bekannt, schrieb, was sich hinter den Aktivitäten von George Soros verbirgt, der wiederum geschäftlich mit dem Rothschild- und Rockefeller-Clan verbunden ist. Der Artikel erklärt das wahre Ziel der Aktivitäten seiner «Open Society», welches durch die gehackten E-Mails noch deutlicher hervorgetreten ist, als ohnehin schon herauszulesen war. Die «Open Society» unterstützt weltweit Organisationen, die dabei helfen, Einwanderer nach Europa zu schleusen und dafür in der Öffentlichkeit zu werben. Wörtlich heisst es in der Online-Ausgabe vom 22. August 2016:

«In anderen Worten, ihr Ziel ist es, westliche Demokratien zu zersetzen [aus dem Englischen ‹subvert›, Anm. d. Red.] und es für Regierungen unmöglich zu machen, Ordnung zu bewahren, um ihre einzigartigen Identitäten und Werte zu erhalten.»
Auch hier geht es also um die Abschaffung der Nationalstaaten zugunsten einer Weltregierung. Die «Jerusalem Post» schreibt zudem treffend, dass Soros die freie Marktwirtschaft behindern [‹hinder free markets›] will.


«Neusiedler»

Dass es nicht nur bei der Empfehlung der Uno geblieben ist, beweist ein weitgehend unbekannter Rechtsakt der EU vom 2. September 2009. Unter der Überschrift «Das gemeinsame Neuansiedlungsprogramm der EU» heisst es wörtlich:

«Ein gemeinsames Neuansiedlungsprogramm der EU sollte eingeführt werden, um die Neuansiedlung in die externe Dimension der Asylpolitik der EU zu integrieren und sie verstärkt strategisch zu nutzen.»

In dem Papier wird zudem beklagt, dass es noch zu wenige Neusiedler gäbe:

«Trotzdem ist die Zahl der in der EU neu angesiedelten Flüchtlinge eher gering, und in den meisten Mitgliedstaaten gibt es keine Neuansiedlungsprogramme.»

Und rein zufällig tritt sechs Jahre später aus heiterem Himmel eine Flüchtlingskrise auf, die die gewünschten Neusiedler nach Europa bringt. Das Papier beweist auch, dass es nicht nur um den vorübergehenden Schutz ankommender «Kriegsflüchtlinge» geht, sondern um permanente Neusiedler.


Gesetzeswidrige Grenzöffnungen

Mittlerweile ist auch im Mainstream nachzulesen, dass angeblich syrische Kriegsflüchtlinge in ihrer Heimat Urlaub machen. Das heisst, selbst der ohnehin geringe Anteil von echten syrischen Flüchtlingen hätte in deren eigenem Land Schutz suchen können. Darüber hinaus war es die Uno, die in den Flüchtlingslagern die Mittel zusammengestrichen hat, so dass den echten Flüchtlingen gar nichts anderes übrig blieb, als aus diesen zu fliehen. Da die sozialstaatliche Unterstützung in Deutschland am besten ist, kommen sie natürlich am liebsten nach Deutschland. Mit einer unmittelbaren Bedrohung hat das aber nichts zu tun, sondern damit, dass Frau Merkel sie explizit eingeladen und am 4. September 2015 in Absprache mit dem österreichischen Bundeskanzler grundgesetzwidrig die Grenzen geöffnet hat.

Um eine Analogie zu verwenden: Stellen Sie sich vor, Herr Meier kündigt an, Herrn Müller zu ermorden. Wenig später wird Müller tot aufgefunden, erschlagen von ein paar Kriminellen. Später stellt sich heraus, dass Meier ihn mit einer SMS genau an diesen Ort gelockt hat. Was würde wohl ein Richter dazu sagen? Das ist die Situation in der Flüchtlingsfrage. Seit Jahren wird für mehr Einwanderung getrommelt. Dann wird Syrien bombardiert und man liefert einen Vorwand, in der Presse etwas von Kriegsflüchtlingen zu faseln, obwohl die meisten gar nicht aus einem Kriegsgebiet kommen und selbst die echten Syrer vor Ort viel günstiger hätten versorgt werden können. Wer kann so etwas glauben? Vor Gericht zählen forensische Beweise (die immer vorzuziehen sind) und glaubwürdige Zeugen. Am glaubwürdigsten sind natürlich jene Zeugen, die sich selber belasten.

Entlarvende Verstrickungen

Am 30. September 2015 veröffentlichte der ebenfalls von den Rockefellers mitgegründete «Council on Foreign Relations» (Rat für auswärtige Beziehungen) ein Interview mit Peter Sutherland. Der Ire ist ein «spezieller Vertreter» (special representative) des Generalsekretärs (!) der Uno für Einwanderung und Entwicklung. An dem Gespräch nahm auch eine Vertreterin des Rockefeller Archive Centers teil. Sutherland ist Mitglied der (von Rockefeller gegründeten) Trilateralen Kommission, war in der Leitungskommission (steering comittee) der ominösen Bilderberger-Gruppe und Aufsichtsratsvorsitzender von Goldman Sachs. Wir sehen hier wieder einmal deutlich die Verquickung von Finanzindustrie und Politik. Sutherland spricht über widerliche («foul») Tweets, die bei ihm hereinkämen:

«Je widerlicher sie werden, desto erfreuter bin ich, denn jeder Idiot oder Nicht-Idiot, der die Tweets liest, die besagen, dass ich dazu entschlossen bin, die Homogenität der Völker zu zerstören, hat verdammt recht. Ich bin dazu entschlossen. Wenn ich es morgen tun könnte, würde ich es tun, inklusive meines eigenen (Volkes).»

Und er verrät auch, wen man dazu braucht:

«Die Medien ins Boot zu holen, ist der Schlüssel. […] Aber wir müssen auch die Tür einlaufen, bei der Brigade der Bekloppten und Spinner [‹crackpot lunatic brigade›], die weite Teile unserer Medien in der modernen Welt beherrschen […].»

Beweisführung beendet. Fall abgeschlossen.

Oliver Janich

 

Dieser Artikel ist zuerst erschienen in der schweizerischen «Express-
Zeitung» (www.expresszeitung.com). Wir danken der Redaktion und dem Autor für das freundlich gewährte Abdruckrecht.

15.06.2017 | 2825 Aufrufe