Michél Mazingu-Dinzey, deutsch-kongolesischer Fussballspieler dunkler Hautfarbe, kickte u.a. beim Kult-Verein FC St. Pauli in Hamburg. Daneben engagierte er sich gegen Drogen- und Alkoholkonsum und für verschiedene soziale Projekte.

Dann kam der 15. Juni 2016. Mazingu-Dinzey besuchte eine asylkritische Kundgebung im sächsischen Chemnitz – um sich selbst ein Bild zu machen. Auf Facebook schrieb er danach: «Ich bin in guten Gesprächen gewesen. Übrigens, bei 1500 Menschen ist mir persönlich nichts Rechtes entgegengekommen.» Ein Schwarzer äussert also Verständnis für Kritik Einheimischer gegenüber der Merkelschen Willkommenskultur?

Was angeblich nicht sein kann, darf nicht sein! So liess der «Shitstorm» nicht lange auf sich warten. Antifa-Aktivisten diffamierten den einst geschätzten Fussballer als «Nazi-Freund». Es ging nicht lange, da meldete sich der FC St. Pauli zu Wort. Der Club stehe «für Werte wie Vielfalt und Toleranz.» Mazingu-Dinzey habe mit seiner Teilnahme «an einem ausländerfeindlichen Marsch» gegen diese Werte verstossen. Der Verein entschied, den früheren Profi «für die Teilnahme an Spielen der Altliga auszuschliessen und ihm die werbliche Nutzung des Vereinsnamens für weitere Aktivitäten zu untersagen.»

Ein dunkelhäutiger Ausländer will unvoreingenommen mit Kritikern des Asylchaos sprechen – und wird dafür «intolerant» gescholten und mit sozialer Ausgrenzung bestraft.

AL

 

Ausgrenzung. Symbolbild von jurec / pixelio.de

15.08.2016 | 1534 Aufrufe