Das war nicht patent von Patentanwalt Vincenzo Pedrazzini, dem Wahlkampfleiter der FDP. Er klagt über die immensen Mittel, die der SVP für den Wahlkampf zur Verfügung stünden und von einigen Reichen dieser Partei zur Verfügung gestellt würden. Belegen kann er diese Behauptung allerdings nicht.

Einverstanden, auch die SVP hat reiche Mitglieder, und die, die Pedrazzini anspricht, haben als tüchtige Unternehmer Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen und sind sich nicht zu schade, ihre Partei und deren allgemein bekanntes Parteiprogramm zum Wohle unseres Landes auch finanziell zu unterstützen. Mehr Reiche sind aber wohl Mitglieder bei der FDP und ob und wie viel sie spenden, weiss man nicht. Halten sie sich zurück, weil einige unter ihnen bei der Swissair und der UBS etwas gar viel Volksvermögen verbraten haben oder sich mit dem Parteiprogramm der FDP nicht identifizieren können?
 
Machen wir uns nichts vor. Nicht das Geld sondern die Inhalte werden den Wahlkampf entscheiden. Dies scheint der Wahlkampfleiter der FDP nicht begriffen zu haben. Zweimal spricht ihn der Interviewer auf die Wichtigkeit der Inhalte an. Aber Pedrazzini der so genannt lösungsorientierten Mitte nimmt den ihm zugeworfenen Ball nicht auf und faselt weiter von Emotionen und Finanzen. Polemik bei der SVP und Missgunst bei der SP zu deponieren, genügt nicht, um einen Wahlkampf zu gewinnen, Herr Wahlkampfleiter.
 
Leserbrief von Wolfgang Sidler,
Luzern

 

01.02.2011 | 1150 Aufrufe