Der Verfasser und Autor eines Werkes stellt immer auch seine Seele und das eigene Gedankengut in sein Werk. Geist und Spirit des Schöpfers sind im Endprodukt immer vorhanden, ebenso wie die Information in einem Homöopathischen Globuli, das zweihundertfach verdünnt wurde. Die Wirkung ist immer noch vorhanden.

Genau so ist dies mit der neuen Kantonsverfassung. Wie kann also eine vom CVP- und SP-Gedankengut geprägte Verfassung (die den Staat als Allerheilmittel für alle Probleme betrachten) zu einem SVP-Gedankengut passen, welche die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Bürger in den Vordergrund stellt? Wir SVP-Kantonsräte waren gezwungen lösungsorientiert zu handeln. Nachdem aber unsere gestellten Anträge in der 1. und 2. Lesung im Kantonsrat keine Chance hatten und unsere Anliegen ignoriert wurden, bleibt uns SVP’ler nichts mehr anderes übrig, als die Verfassung abzulehnen.

Die SVP wurde verhöhnt, ausgelacht und diffamiert. Aber unsere Partei lässt sich nicht so schnell unterkriegen und wir stehen unverfroren für die Anliegen der Bevölkerung ein. Diese denkt im Kanton Schwyz zum Glück nicht mehrheitlich sozialistisch. Wir können uns somit also nicht mit der vorliegenden linksgerichteten - von Sozialzielen befrachteten - Verfassung einverstanden erklären. Ich habe ein komplett anderes Gedankengut, welches eigenverantwortlich, freiheitlich und föderalistisch ist. So werde ich zu dieser Kantonsverfassungs-Vorlage klar Nein stimmen.

Bernadette Wasescha SVP Kantonsrätin,
Merlischachen SZ

 

20.04.2011 | 1158 Aufrufe