Man glaubt es kaum: Als Vorbild in der Krise dient der Europäischen Zentralbank (EZB) die marode US-Notenbank. Bundesrat und Nationalbank benötigen nun die marode EZB als Projektionsfläche. Die Penetranz hiesiger «Experten», die uns fortwährend überzeugen wollen, wie schlecht einerseits der «starke» Franken und wie gut andererseits unsere Behörden sind, ist unerträglich.

Seitdem sie uns – mit der Begründung alles werde billiger – den Euro (und am liebsten auch die EU) schmackhaft machen wollten, stiegen die Lebenshaltungskosten im Euro-Raum um über hundert Prozent, die Geldentwertung durch Gelddrucken, die Schrottkäufe der EZB und die daraus resultierenden Folgekosten (höhere Steuern) nicht einkalkuliert.

Franken und Euro stehen heute in einem reellen Verhältnis zueinander, wer das nicht einsehen will, betreibt Realitätsverweigerung oder EU-Politik.

Dass die Volksvermögen vernichtenden Mechanismen der EU und der USA sowie das daraus entstehende Chaos für Bundesrat und Nationalbank Vorbildcharakter haben soll, ist erschreckend und zeigt auf, dass der tiefere Sinn des westlichen Strukturwandels nicht erkannt worden ist. Gold- und Währungs-Gewinne gegenüber Euro und Dollar können in der jetzigen Situation nicht als Gewinn, sondern nur als Werterhalt betrachtet werden. Bildlich dargestellt: Es ist schwerstens schizophren zu glauben, man müsse sich einem Nachbar-Clan namens «Bodenlos» bis zur Selbstaufgabe unterordnen, nur weil man mit ihm in geschäftlicher Verbindung steht. Eine Art Neid auf Armut. Was in Europa und in den USA abläuft ist Konkursverschleppung.

Bruno Ackermann, Adligenswil
Gisbert Otto, Stettfurt TG

01.09.2011 | 1161 Aufrufe