Baris, ein 25 Jahre alter, in der Schweiz geborener Secondo türkischer Nationalität wurde des Landes verwiesen. Schon mit 13 Jahren beging er seinen ersten Raubüberfall. Weitere Gewaltdelikte folgten. Zweieinhalb Jahre verbrachte er in einem Erziehungsheim. Als 20-Jähriger wurde er wegen schwerer Körperverletzung zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 15 Monaten verurteilt, mehrmals verlor er seine Arbeitsstelle, warum wohl? Er wurde erneut straffällig, was zu seiner Ausweisung führte. Baris kritisierte den Ausweisungsentscheid im Rahmen einer TV-Sendung. Einige seiner Äusserungen konnten ihm jedoch an Ort und Stelle als unwahr widerlegt werden.

Es trifft zu, dass seine Zukunft in der Türkei nicht eben rosig ist. Anderseits - und das ist der springende Punkt - was empfanden die Opfer seiner Straftaten? Was hat Baris unserem Land anderes gebracht als Leid und Kosten? Ist nicht der Schutz unserer Bevölkerung sehr viel höher einzustufen als das Wohlbefinden rückfälliger Gewalttäter? Es ist nur zu hoffen, dass viele gewaltbereite Ausländer Kenntnis von Baris’ Ausweisung haben und sich deshalb vor kriminellen Aktivitäten hüten. Weil sie sich sonst in ihren Heimatländern mit wesentlich schlechteren Lebensbedingungen abfinden müssen.

Otto Weiersmüller,
Uetikon ZH

 

07.04.2011 | 1431 Aufrufe