Dass die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) die Armee scheibchenweise abschaffen will, ist vielen klar. Dass aber ein Komitee-Mitglied der Befürworter an einem Podiums-Gespräch erklärte, er sei gegen eine Armee, man soll doch den Feind einfach ins Land einmarschieren lassen, fand ich schon eine sehr eindeutige Aussage. Ein Affront besonders gegen alle Mütter mit Kindern.

Bisher wurde immer argumentiert, die Nato würde dann schon einspringen. Diese hat aber im Ernstfall anderes zu tun. Angesichts der starken Aufrüstung im Osten und Abrüstung im Westen muss man sich schon fragen, wann interkontinentale Wirtschaftskriege zu Militäreskalationen führen könnten. Oder denken wir an die Auseinandersetzung im Nahen Osten: In den Nachbarländern bereiten sich die Behörden auf Unruhen vor.

Wie viele junge Leute würden sich, wenn es brenzlig wird, freiwillig stellen und das Risiko auf sich nehmen, für den Schutz von Volk und Land zu sterben? Das müssen auch Polizisten. Wollen wir auch die schützende Polizei als «Armee im Kleinen» abschaffen? Und wie wollte man mit wenigen Wehrpflichtigen – ob Miliz- oder Berufsarmee – die vielen neuralgischen Punkte, angefangen bei den Flughäfen, schützen? Und wie viele Firmen würden gute Leute freiwillig Militär leisten lassen? Übrigens: Bei jedem Unfall ist Hilfeleistung Pflicht und nicht freiwillig.

Eine kleine Berufsarmee kostet nicht weniger als eine grosse Milizarmee, die aber nicht dauernd im Dienst sein muss, jedoch im Notfall volksverbunden zur Verfügung steht. Eine gute Armee kann auch schon verhindern, dass versucht wird, «in unser Land einzumarschieren». Lehnen wir darum die GSoA-Initiative am 22. September mit einem wuchtigen Nein ab!

Emil Rahm,
Hallau

07.09.2013 | 2329 Aufrufe