… wenn kleine «Bünzlis» wie ich Profidenker zum Nach- und Mitdenken motivieren müssen. Wer sitzt schon in ein Auto, wenn der Chauffeur weder Erfahrung, Übung noch Vertrauen in sein Fahrzeug hat? Bei der Waffe glauben wir, in ungeübten Händen gäbe es weniger Unfälle als umgekehrt? Waffen in den richtigen Händen schaffen Vertrauen und Sicherheit und verhindern dadurch Blutvergiessen. Die Schweizer Geschichte beweist es. Wenn sogar der Papst von bewaffneten «Bodyguards» umgeben ist – sollte da denken verboten sein?

In einer friedlichen Zeit wie heute, in der überall Frieden ausbricht, wo es nur etwas Terrorismus und Kriminelle gibt, ist der gezielte Schuss, aus meiner Sicht, wichtiger denn je. Sollen Konflikte nicht ausser Kontrolle geraden, so dürfen keine Unschuldigen zu Schaden kommen. Das ist ja Allen klar und spricht für die ausserdienstliche, obligatorische Schiesspflicht. Miliz-Armee, Feuerwehr und Zivilschutz sind wie Versicherungen. Wer schliesst eine Versicherung erst dann ab, wenn der Schaden passiert ist? Im Gegensatz zu Versicherungen haben die ersten drei zusätzlich einen kulturellen Wert. Wo sonst lernen total verschiedene Leute, aufeinander zu hören, miteinander zu reden und sich gegenseitig zu verstehen?

Am 13. Februar 2011 geht es einmal mehr um die getarnte und schrittweise Zerstörung der Miliz-Armee und der Entmündigung der anständigen Bevölkerung.

Klar, Kriminelle haben es einfacher, die müssen sich an keine Gesetze und an keine Vorschriften halten. Aber dass das Fernsehen der Öffentlichkeit zeigen muss, wo die persönlichen Waffen verstaut sind, und dabei vergisst zu fragen, wo der persönliche Schmuck und andere Wertsachen liegen, müsste doch nachdenklich machen?

Kriminelle und Einbrecher könnten so mit weniger Mühe und weniger Sauerei zu hinterlassen ihren Job ausführen. Es müsste auch zu denken geben, wenn sich Frauen vor Kriminellen weniger fürchten als vor dem selbst gewählten, mündigen Ehemann und Partner. Also, die kluge Frau denkt mit und braucht keine irreführenden dummen Studien. Es geht nur darum: Wollen wir die Kriminellen oder die Anständigen schützen? Persönlich möchte ich mich mit Waffe und Zubehör zu den mündigen Bürgerinnen und Bürgern zählen dürfen. Um ehrlich zu sein: Ich fürchte mich mehr vor fremden Richtern und vor einer verfehlten Rechtsprechung als vor Waffen in den Händen von mündigen Leuten. Schweizer Bürgerinnen und Bürger. Schade, dass man mit der Wahrheit nicht punkten kann. Aber ein deutliches Nein zur Waffeninitiative ist meine Überzeugung.

Leserbrief von Hermann Wyss-Meier,
Schneisingen AG

07.02.2011 | 2327 Aufrufe