Vor 17 Jahren wurde die Praxis eingestellt, Kontingentflüchtlinge aufzunehmen, Nun hat der Bundesrat die Kontingente wieder eingeführt und beginnt Flüchtlinge aktiv ins Land zu holen. Laut SF Rundschau platziert und verpflegt UNHCR im Libanon eine ganze Familie während eines ganzen Monats bestens für nur 170 Dollar. Das ist weitaus weniger als hier ein einziger Flüchtling pro Tag kostet und Libanesen erzielen erst noch Einkommen durch diese Beherbergungen.

Die Versorgung der Neuankömmlinge ist laut UNHCR-Website vorbildlich und ermutigend zugleich. Während des Asyls bleiben die Familien dort in ihrem eigenen Kulturkreis und nach dem Krieg sind sie in Kürze auch wieder daheim für einen Neubeginn.

Einmal in der Schweiz wollen viele nicht zurück, bleiben Fremde in fremdartiger Kultur, schwer integrierbar und ohne echte Perspektiven. Hundertfach effizienter also und auch sinnvoller als diese Kontingentaktion wäre für alle die Beschränkung der Hilfe vor Ort und Mitfinanzierung solcher UNHCR-Projekte in Syriens sicheren Nachbarländern. Bundesrätin Sommaruga mag sich einmal mehr gefallen in der Rolle der guten Helferin die Viele ins gelobte Land schleust, schafft damit aber schon wieder hier wie dort mehr Probleme als sie löst.

Peter Muggli,
Schaffhausen

06.12.2012 | 1074 Aufrufe