Die CVP spielt im Parlament auf nationaler Ebene häufig das Zünglein an der Waage. Ist sie bei Wirtschaftsfragen noch einigermassen bürgerlich, so tendiert sie in der Sozialpolitik jedoch immer mehr zu staatlichen Eingriffen und Regelungen. Dies ist in letzter Zeit recht augenfällig geworden, so dass die Parteifarbe orange sich mehr und mehr rot zu verfärben beginnt.

Nachfolgend zwei Beispiele zu diesem Linksdrall:

In der Kernenergiediskussion hat die CVP ihre ursprünglich kernenergiefreundliche Position im Eiltempo über Bord geworfen und sich zur neuen Anführerin des Ausstiegs aus der Kernenergie gemacht.

In der Sicherheitspolitik unterstützt die Mehrheit der CVP den weiteren Abbau der Armee zu einer «Rumpfarmee» mit 80‘000 Mann. Der von der CVP propagierte Vaterschaftsurlaub statt Militär-Wiederholungskurs könnte eben so gut von SP und Grün-Alternativen stammen.

Noch viel schlimmer treibt es die christlich-sozial(istisch)e Schwesterpartei (CSP) der CVP im Kanton Zug und da vor allem in der Stadt Zug. Die CSP bildet mit den linken Grün-Alternativen, der Partei von Nationalrat Joe Lang eine gemeinsame Fraktion. In der Stadt Zug sitzt die CSP mit zwei linken Vertretern im Stadtrat. Die CVP hat bei den letzten Wahlen ihren Stadtratssitz verloren. Die kantonalzugerische CSP stellt eine Vizepräsidentin der CSP Schweiz, welche gleichzeitig auch Vorstandsmitglied der CVP Schweiz ist. Wenn nun die CSP des Kantons Zug mit einer eigenen Kandidatin für den Nationalrat kandidiert, so nicht etwa um die bürgerliche Allianz zu stützen, sondern wie die CSP-Nationalratskandidatin in der Neuen Zuger Zeitung vom 23. August 2011 ausführte «um den linken Zuger Sitz in Bern zu halten».

Somit spielt die CVP-Schwesterpartei CSP im Kanton Zug in den Nationalratswahlen dieses Herbst den Steigbügelhalter für Nationalrat Joe Lang. Wer als Wähler im Kanton Zug auf verlässliche bürgerliche Kräfte setzt, der kann Vertreter einer Partei wählen, wo auch wirklich darin ist, was darauf steht.

Manfred Pircher, SVP-Nationalratskandidat,
Zug

 

09.09.2011 | 1426 Aufrufe