Moralisierend bis defätistisch

Kürzlich ist das neue Geschichtslehrmittel «Gesellschaften im Wandel» erschienen. Erstellt wurde das rundum genderneutral verfasste Lehrmittel grösstenteils von Lehrern, Historikern und Didaktikern. Das Ergebnis überzeugt nicht.

von Régis Ecklin, Zollikon ZH

Die Selbstgeisselung kennt beim Thema «Die Schweiz im Zweiten Weltkrieg» keine Grenzen. Wichtige Fakten wie die Einführung der Erwerbsersatzordnung, das Aufgebot von 430‘000 Soldaten, das Réduit oder der Plan Wahlen werden im Buch nicht erwähnt. Das Kapitel «Moralische Fragezeichen» hingegen ist sehr ausführlich und spricht von Entscheiden, die «moralisch problematisch» und «zu verurteilen» seien. Zum Umgang mit jüdischen Flüchtlingen wird gesagt: «Obwohl den schweizerischen Behörden bekannt war, was mit den Juden geschah, wurde 1942 die Grenze für jüdische Flüchtlinge, die aus «Rassengründen» verfolgt wurden, geschlossen. Dadurch nahm man in Kauf, dass Jüdinnen und Juden bei der Verfolgung ums Leben kamen.»

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13.11.2017 | 332 Aufrufe