Natürlich ist der Bundesrat durchs Volk zu wählen. Dem Souverän vorzuwerfen, er würde die potenziellen Kandidaten zu wenig kennen, stimmt nicht. Kandidaten für den Bundesrat werden öfters in Erscheinung treten als solche für den Regierungsrat. Und auch diese werden durchs Volk gewählt.

Am stärksten für eine Volkswahl des Bundesrates spricht aber der Umstand, dass es in Bern, vor der Wahl, kaum mehr eine «Nacht der langen Messer» geben würde. Intrigen könnten weniger gesponnen, unlautere Abmachungen nicht mehr realisiert werden, weil der Bundesrat künftig der Bevölkerung zur Rechenschaft verpflichtet wäre und nicht dem Parlament, das manchmal eben auch in politische Ränkespiel verwickelt ist.

Peter Surer, Zürich

06.06.2013 | 2386 Aufrufe