Leider ist es heutzutage modern geworden, schlechte Nachrichten (Datentransfer von Bankmitarbeiter zu Gunsten USA) positiv verkaufen zu wollen. Zudem machen unsere Mainstream-Medien ihre Hausaufgaben nicht, indem sie entweder einseitig berichten und/oder nur die Verlautbarungen aus Bundesbern übernehmen.

Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass keine Daten von Bankmitarbeitern den US-Behörden zu übermitteln sind, da nämlich im Gegenzug die USA nie und nimmer ihre Bürger so in die Bedrängnis bringen würden. Irgendwie werden in Bundesbern alle Rechtsgrundsätze (keine fremden Richter, Übernahme von US-Recht auf Schweizer Hoheitsgebiet und rückwirkend Recht zu ändern) über Bord geworfen zuzüglich ist es US-Usanz, zuerst die Keule zu schwingen und dann abzuwarten, wer sich zuerst bewegt (in meinen Kindsjahren nannten wir dieses Spiel Mikado).

Vielleicht sollten die Herren und Damen in Bundesbern sich ein Vorbild von Schweizern Exekutivbehörden in den dreissiger- und vierziger-Jahren des letzten Jahrhunderts nehmen. Oh, wie waren unsere Vorfahren damals unter Druck, haben aber unser Land «im grossen und ganzen über Wasser gehalten».

Roger Michael Breitensein,
Solothurn

25.06.2013 | 2032 Aufrufe