Das Schweizer Fernsehen, Radio und Presse bemühen sich redlich, keine einseitig religiösen Ausdrücke aufkommen zu lassen. Was christlich daherkommt, besonders wenn es konfessionell gefärbt ist, darf nicht hervortreten. Denn heute ist Multikulti angesagt. Niemand darf seiner religiösen Haltung halber Schaden erleiden.

Die im Bayrischen gebräuchliche Ansage zu den Tagesnachrichten «Grüss Gott zur Rundschau» wäre in der Schweizerischen Eidgenossenschaft kaum mehr denkbar. Denn die Schweiz beherbergt heute Christen: Mitglieder der grossen Konfession, Anhänger kleinerer Gruppierungen – etwas verächtlich auch Sekten genannt – sowie Juden, Moslems, Hindus usw. Die Bekenntnis-Scheuen nehmen zu.

Alle sind berechtigt, ihre Religion unbehindert auszuüben. Sie sollte jedoch der Bundesverfassung nicht widersprechen. Aber sämtliche Bewohner der Schweiz profitieren von den Errungenschaften des Christentums. Historiker entdecken heute, dass das sog. «finstere Mittelalter» eine irrige Legende ist. Was Klöster (Benediktiner, Dominikaner –besonders aktuell auch die Heilige Hildegard von Bingen usw.) und eine stattliche Anzahl von christlichen Königen und Kaisern (z.B. die Staufer) geschaffen haben, kann sich durchaus sehen lassen. Vergessen wir also nicht unsere christlichen Wurzeln. Sie haben uns Wohlstand gebracht. Den echten Zugang zu Gott haben sie gefördert.

Erwin Auf der Maur,
Beringen SH

16.07.2012 | 2207 Aufrufe