Der Schweizerische Bauernverband (SBV) sagt Nein zur Volks-Initiative «Gegen Masseneinwanderung». Da fehlt der Durchblick. Durch die übermässige Zunahme der Bevölkerung in der Schweiz entstehen zunehmende verschiedene Schwierigkeiten und Probleme, wie: Belastung der Umwelt, steigender Energieverbrauch, Verknappung von Wohnraum, verstopfte Strassen, überlasteter ÖV, steigender Trinkwasserverbrauch, Verlust von Kulturland durch das ungebremste Überbauen, usw.

Der Schweizerische Bauernverband – als Vertreter einer Bevölkerungsgruppe, welche in der Regel mit beiden Beinen auf dem Boden steht und somit Standhaftigkeit an den Tag legt – ist mit der Ablehnung der Initiative nicht bereit, die vorgängig aufgezählten Probleme zu lösen oder zu verkleinern. Auf der einen Seite will der SBV das Kulturland schützen. Aber mit der Ablehnung der Initiative nimmt er keine Rücksicht auf den Kulturlandverlust und den anstehenden Schwierigkeiten, wie Versorgungssicherheit, usw. Ich bin überzeugt, dass eine sehr grosse Mehrheit der SBV-Mitglieder (Beitragszahler/innen) diese Haltung nicht unterstützt. Es ist unverständlich, dass die Verantwortlichen des SBV in dieser wichtigen Angelegenheit nicht vernetzt denken können, oder dass das Interesse von Wirtschaftskreisen und Politik den staatstragenden Interessen der bäuerlichen Bevölkerung übergeordnete werden.

Es gibt keine plausible Begründung für diesen Beschluss. Gemüse- und Obstbaubetriebe würden auch mit der Annahme der Initiative ihre Arbeitskräfte aus der EU rekrutieren können. Es ist anzunehmen, dass die tragende Mehrheit der SBV-Mitglieder den skandalösen Beschluss der SBV Führung nicht mittragen und die Werte unserer Heimat bei der Abstimmung in den Vordergrund stellen wird. Wer – wenn nicht die bäuerlich-ländliche Bevölkerung – steht noch zu den Grundwerten unserer Schweiz. Es lohnt sich noch für dieses Land einzustehen und sich gegen den Zerfall zu wehren.

Hans Küng,
Häusernmoos BE

 

14.01.2014 | 974 Aufrufe