Die landesweite Medienberichterstattung nach dem kürzlichen Bannon-Auftritt lässt neidlos anerkennen, dass die «Weltwoche» ohne Zweifel den Marketingcoup des Jahrzehnts geliefert hat.

Der wohl grösste Marketingevent mit einer historischen US-Persönlichkeit war jedoch der Besuch von General Norman Schwarzkopf unmittelbar nach dem «Desert Storm» in Winterthur. Alle schweizerischen Print- und elektronischen Medien berichteten laufend. Drei US TV-Stationen und 21 amerikanische Journalisten kommentierten flächendeckend in den USA den ersten öffentlichen europäischen Auftritt des siegreichen Generals mit erstarktem militärischem Selbstbewusstsein der USA nach dem Vietnamkrieg. Diese Einladung hat der Schweiz als Gastgeber einen Imagegewinn gebracht. Als kostendeckende Synergie führte das Militärdepartement mit allen «Generälen» der Schweizer Armee ein Desert Storm-Seminar durch. Thema: Wie führt man einen siegreichen Feldzug mit über 700’000 Soldaten in einer Koalition von 17 Staaten mit minimalsten Kollateralschäden und Verlusten in den eigenen Reihen? Da mussten einige unserer damaligen höchsten Réduit-Militärs ihre eigenen Fähigkeiten kritisch hinterfragen. Die beste Armee ist nur jene, die einen Krieg durchgestanden und gewonnen hat. Seien wir dankbar, dass wir immer noch in Freiheit, Sicherheit und Wohlstand leben dürfen!

 Roger E. Schärer, Oberst aD, Feldmeilen

22.03.2018 | 5277 Aufrufe