Ich finde es die Spitze des Grössenwahns, dass ausgerechnet noch vor den Wahlen Peter Arbenz die Arbeit von Christoph Blocher kritisieren muss. Der Unterschied im Leistungsausweis der beiden könnte wohl nicht grösser sein. Überall wo Arbenz hingestellt wurde, hat er Arbeitsplätze vernichtet (Milchverband Winterthur, Verbandsmolkerei Zürich, Butterzentrale Gossau), die er alle stillgelegt und damit erreicht hat, dass die Milch viele Kilometer weiter nach Emmen transportiert werden muss.

Einigen Käsereien wurden die Lieferverträge nicht mehr erneuert, so dass sie, wäre nicht der Volg als Abnehmer eingesprungen, unweigerlich zu Grunde gegangen wären. In die glorreiche Zeit von Herrn Arbenz als Präsident des Roten Kreuzes fällt auch die Verlegung der Disponierung der damals 56 Rotkreuzfahrer von Winterthur nach Zürich. Die beiden Frauen, Frau Haas und Marthaler, wurden ausgebootet, obwohl sie ihre Aufgaben sehr zuverlässig gemacht haben.

Ich habe selbst auch zehn Jahre freiwilligen Fahrdienst geleistet. Als ich einmal für einen dringenden Arztbesuch ein Fahrzeug benötigte und mich in Zürich meldete, bekam ich zur Antwort, ich «müsse mich drei Tage vorher anmelden». Bei den beiden Frauen wäre ein Termin in den zur Verfügung stehenden drei Stunden möglich gewesen, die hätten sich noch bemüht, einen Fahrer zu finden. Persönlich habe ich auch oft solche Schnelleinsätze gefahren.

Für all diese Vernichtungsarbeit hat Arbenz noch grosse Honorare bezogen und an den Schlussversammlungen vor dem Personal grossartige Reden geschwungen, wobei für seine Leistung jeweils ein einziger Satz gereicht hätte: «Die Lücke, die er hinterlässt, ersetzt ihn vollkommen». In Gossau hat er von der Belegschaft für seine Leistungen einen Kaktus überreicht bekommen.

Niklaus Amacker,
Winterthur ZH

 

29.09.2011 | 1424 Aufrufe