Nach der Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative haben die Gewerkschaften eine Einbürgerungs-Offensive für Secondos und Secondas lanciert. Darin werden diese aufgefordert, sich einbürgern zu lassen, damit sie bei Delikten nicht ausgewiesen werden können.

Ob solchen Empfehlungen kann man nur den Kopf schütteln. Wer aus diesem Grund einen Einbürgerungsantrag stellt, dem sollte dieser nicht gewährt werden. Schweizer sollte eigentlich nur werden, wer sich mit der Schweiz, seinen Bürgern, der hier herrschenden Ordnung, Bräuchen, Rechten und Pflichten identifizieren kann.

Seit der vom Bundesgericht verlangten Begründungspflicht bei der Ablehnung eines Einbürgerungsgesuches stehen die Chancen, den roten Pass auch mit obigem Hintergrund (d.h. ohne Schweizer-Identifikation) zu erhalten gut – selbst bei Ablehnung durch die Gemeindeversammlung. Schweiz quo vadis?

Willi Schwarz, Felben-Wellhausen

20.04.2016 | 2151 Aufrufe