Die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner warnte an ihrer kürzlichen Pressekonferenz vor den Kritikern des auf dem Amtsweg verordneten Lehrplans 21 und behauptete gar, die Stabilität der Volksschule sei in Gefahr, falls der Lehrplan nicht ab dem kommenden Schuljahr umgesetzt werde. Hat sie keine besseren Argumente? Mit der Umgehung einer Volksabstimmung will sie angeblich «ein Zerreden» und ein «Hüst und Hott» im Bildungsbereich vermeiden.

Sie verschweigt, dass genau der vorgesehene Lehrplan 21 die mit Abstand einschneidendste je vorgenommene Umwälzung in der Geschichte der Zürcher Volksschule bringen wird, die alles Bisherige auf den Kopf stellt. Wenn es um eine angeblich so gute Vorlage geht wie behauptet, sollten sich die Bildungsbehörden doch auf eine anständige und demokratiewürdige öffentliche Auseinandersetzung freuen. Denn Volksschule heisst nicht nur «Schule fürs Volk» sondern auch «Schule des Volkes». Darum gilt es am 4. März erst recht, JA zu sagen zur Mitbestimmungsinitiative im Schulbereich.

Kurt Scherrer, Wald

08.02.2018 | 1598 Aufrufe