Jetzt soll es also, gemäss Entscheid des Bundesrates, ein Alkoholverkaufsverbot zwischen 22 und 6 Uhr geben. Damit sollen Alkoholexzesse der jungen Bevölkerung wenn nicht verhindert, so zumindest eingedämmt werden. Das ist ein kurzsichtiger Entscheid, der die Falschen trifft und das Problem nicht stoppt.

Potenzielle junge Einkäufer von Alkoholika werden einfach ihre Einkaufsgewohnheiten ändern, ihre Drinks also früher besorgen. Am Trinkverhalten wird sich nichts ändern. Bestraft werden mit dem Verbot Leute, die – nach langen Arbeitstagen, nach Sporttrainings oder Schichtbetrieb – auf dem Heimweg ein Bier oder einen Wein einkaufen möchten – während die jungen «Quartalstrinker» bereits in Hochform einander zuprosten.

Mark Seiler,
Greifensee

10.05.2013 | 2426 Aufrufe