Am KMU-Forum an der Zürcher Oberland Messe (ZOM) in Wetzikon liess Regierungsrat Martin Graf (Grüne) die Katze aus dem Sack: «Ich verzichte auf Auto, Fernseher und Tiefkühltruhe», verkündet er prahlerisch. Ob er wohl weiss, dass es auch Leute auf dem Land gibt, die auf ein Auto angewiesen sind? Auf den Fernseher kann man getrost verzichten, nur müsste dann der Gebührenzwang abgeschafft werden. Dass wir keine Tiefkühltruhen benützen sollten, erinnert an die gescheiterte sowjetische Planwirtschaft.

Es gibt sicherlich Gründe, die für einen Atomstrom-Ausstieg sprechen. Aber seien wir doch ehrlich, der völlig überstürzte Ausstiegsentscheid des Bundesrates verursacht Mehrkosten, sowohl für Private als auch für die Wirtschaft. Er ist ein Eigentor und fügt dem Standort Schweiz erheblichen Schaden zu.

Gleichzeitig wird ein Staatsvertrag unterschrieben, der Flugzeuge zu einem Umweg von siebzig Kilometern zwingt. Dabei verbrennt ein Flugzeug unnötigerweise ca. 875 Liter Kerosin. Bei 25 Flugzeugen pro Stunde macht das 21‘875 Liter oder rund acht Millionen Liter pro Jahr – sofern es bei nur 25 Flugzeugen täglich bleibt.

Aber all das scheint die Grünen dies- und jenseits der Grenze nicht zu stören, Hauptsache man stellt den Atomstrom ab. Man rechne: Allein der uns aufgezwungene jährliche Mehrverbrauch an Kerosin um den Flughafen anzufliegen, würde reichen, um die meisten Tiefkühltruhen des Kantons Zürich zu betreiben. Und nebenbei könnten wir ohne Gewissensbisse auch mal ein Auto benützen. Leben wir eigentlich in «Absurdistan»?

John Dornbierer,
Wernetshausen ZH

27.09.2012 | 1651 Aufrufe