Es ist tatsächlich stossend, wenn sich Führungskräfte – besonders bei schlechtem Geschäftsgang – exorbitante Boni bewilligen. Aber, ist es wirklich Sache der Stimmbürger, diesen Praktiken Einhalt zu gebieten? Wären dafür nicht eher die Aktionäre, d.h. die eigentlichen Besitzer der Firmen zuständig? Könnten diese nicht ihre Statuten so ändern, dass Managerlöhne und Boni von den Aktionären abgesegnet werden müssen?

Anderseits betragen die Boni der Manager etwa eine Milliarde Franken. Davon fliessen etwa fünfhundert Millionen Franken in Form von Steuern in die Staatskasse. Bei Annahme der Initiative wäre dieser Anteil kleiner, da die meisten Aktionäre steuerlich geringer belastet werden. Es geht eigentlich «nur» um die restlichen fünfhundert Millionen Franken sowie die Befriedigung von Neid und Regulierungswut.

Weitaus üblere Abzocker sind aber in Bundesbetrieben, beispielweise in der Asylbranche und ihrer Entourage tätig. Sie kosten den Steuerzahler jährlich Milliarden, Tendenz steigend. Das mit Wirtschaftsflüchtlingen direkt oder indirekt verpulverte Geld wirft hingegen keinen Steuerertrag ab. Diesen Profiteuren des Asylwesens das Handwerk zu legen, wäre aber weit dringlicher.

Otto Weiersmüller,
Uetikon ZH

28.03.2013 | 2339 Aufrufe