Die Schweiz zählt rund 7‘952‘000 Einwohner, wovon rund 276‘000 Deutsche sind. Das wiederum entspricht 3,46 Prozent der Gesamtbevölkerung unseres Landes (Zahlen: «Schweizer Illustrierte», Nr. 18/2012).

Die Schweizer Partei BDP erzielte bei den letzten Eidgenössischen Wahlen einen Wähleranteil von 5,4 Prozent und hat damit sogar einen Sitz im Bundesrat inne. Es wird wohl langsam Zeit, dass auch die Deutschen einen Bundesratssitz erhalten… Ein möglicher Kandidat wäre Peer Steinbrück, General der deutschen Kavallerie, welcher stetig damit droht, in die Schweiz einzumarschieren. Ob es in der Schweiz noch genügend Eidgenossen gibt, um diesen Deutschen- und EU-Bürger-Einmarsch zu stoppen? So wie einst in der Schlacht am Morgarten.

Ich habe grundsätzlich nichts gegen Deutsche. Im Gegenteil, sie sind mir allemal lieber als so manches Volk aus südlichen und östlichen Regionen. Allerdings gibt es einen hier ansässigen Deutschen, auf den die Schweiz gut und gerne verzichten könnte. Ich habe nichts gegen seine Person, doch gegen die Tätigkeit, die er ausübt – er ist seit 2006 CEO der «Swisscom», sein Name lautet Carsten Schloter.

Schloter erhielt 2010 in dieser Funktion einen Jahreslohn von 1‘899‘000 Franken. Darin enthalten: Ein Fixlohn in Höhe von 770‘000 Franken, ein Erfolgsanteil in Höhe von Fr. 707‘000 Franken sowie weitere Entschädigungen. Unter seinem Management hat die «Telecom» im gleichen Jahr 1,2 Milliarden Franken ins Kamin geschrieben! (Zahlen: K-Tipp vom 07.03.2012). Da tuen sich bei mir doch ein paar Fragen auf…

Der Jahreslohn eines Bundesrats – bestehend aus Honorar, Boni und Repräsentationsspesen mit 475‘000 Franken fällt da vergleichsweise eher bescheiden aus. Oder anders gesagt: Ein Bundesratslohn ist wesentlich tiefer als das, was der «Swisscom»-Abzocker alleine als Erfolgsanteil erhält.

Bei einem Grossteil der arbeitenden Schweizer Bevölkerung liegt das Jahreseinkommen unter 100‘000 Franken und die Leute leben davon. Ich bin überzeugt, die Kaderstellen bei Swisscom, SBB, Post, Suva, FINMA etc. wären mit ebenso fähigen Schweizern besetzt, würde die Jahresentlöhnung unter 500‘000 Franken liegen.

Um Abzockern einen Riegel zu schieben, befürworte ich die Einführung eines Gesetzes, welches regelt, dass kein Angestellter und keine Angestellte in der Schweiz einen Lohn über 500‘000 Franken beziehen kann; egal wo er oder sie arbeitet.

Ganz anders bei Firmeninhabern. Ein Patriarch trägt eine grosse Verantwortung seinen Angestellten gegenüber und kann seine Firma nicht von einem auf den anderen Tag verlassen, so wie das viele Manager tun, nachdem sie die Firma zuvor in den Ruin getrieben haben. Andere wiederum werden entlassen und erhalten noch einen «goldenen Fallschirm» in Millionenhöhe. Mit einer Lohnplafonierung bei 500‘000 Franken für alle Kaderstellen der Bundesbetriebe, könnte die Bundeskasse mehr Geld enthalten.

Wer mit dieser Beschränkung nicht einverstanden ist, hat die Wahl: Er wandert entweder aus, oder gründet eine eigene Firma. Damit wäre uns allen gedient.

Leo Mahler,
Oerlingen ZH

22.06.2012 | 1591 Aufrufe