Das totale Versagen des EU-Aussengrenzen-Schutzes

Der jämmerliche Zusammenbruch des Schutzes der EU-Aussengrenzen – im Schengen-Vertrag von den EU-Bürokraten noch hoch und heilig versprochen – beschert Europa nicht bloss eine Invasion hunderttausender zumeist illegaler Einwanderer.

Der aktuelle Freitags-Kommentar der «Schweizerzeit» vom 2. Oktober 2015,
von Ulrich Schlüer, Chefredaktor «Schweizerzeit»

Das begeisterte Echo auf die von Mutti Merkel ausgerufene Willkommens-Kultur verstummt – einmal abgesehen von den nach wie vor schwärmerischen Lobreden Simonetta Sommarugas – in Europa viel rascher als dies eigentlich zu erwarten gewesen ist.

Nicht nur beschert der Zusammenbruch des EU-Grenzschutzes Europa innert gerade drei Wochen eine Massenzuwanderung von sage und schreibe 230‘000 Einwanderern. Diejenigen, welche die Grenze eigentlich schützen sollten, scheinen nur noch fähig, wenigstens zu zählen, wieviele sie ohne genauere Kontrolle einfach passieren lassen. Und dort, wo die Zuströmenden ankommen, kehrt innert Stunden Ernüchterung ein – nicht nur wegen der kaum zu bewältigenden Unterbringungsprobleme.

Apartheid wird Tatsache

Schockierende Tatsachen über die sich in den Unterkünften allzu rasch durchsetzende rohe Gewalt zwischen den angeblichen Flüchtlingen können von den eben noch euphorisch Barmherzigkeit den angeblich Verfolgten gegenüber demonstrierenden und fordernden Medien nicht länger verschwiegen werden:

Da gehen – Dutzende teils Schwerstverletzte zurücklassend – Syrer brachial auf Afghanen los. Anderswo Kosovaren auf Pakistani. Und Muslime, die in Syrien auf Christenjagd waren, attackieren bewaffnet oder mit blossen Fäusten die ebenfalls nach Deutschland gelangten Christen aus ihrem Herkunftsland – einzig weil die Angegriffenen Christen sind. Für Frauen und Kinder müssen überstürzt besondere Schutzvorkehrungen getroffen werden, weil sie von solchen, die angeblich als Gefährdete über alle Grenzen nach Europa eingedrungen sind, offensichtlich als Freiwild eingeschätzt und grobschlächtig attackiert werden.

Hilfsbereite, die eben noch Willkomm-Fähnchen geschwenkt haben, müssen entsetzt getrennte Aufenthaltsorte für die verschiedenen Gruppen der in Massen Ankommenden fordern. Vor allem seien Christen in besonders geschützten und bewachten Unterkünften unterzubringen. Und Nahost-Muslime müssten dringend von Schwarzafrikanern getrennt werden. Auch sei durch Sofort-Massnahmen zu erreichen, dass Schiiten und Sunniten nirgends miteinander in direkte Berührung geraten.

Apartheid-Bestimmungen – nichts anderes als rigorose Rassentrennung – drängen sich offensichtlich auf und werden überstürzt und gebieterisch gefordert – auch wenn sich diejenigen, welche all die Massnahmen einfordern, lieber ihre eigene Zunge abbeissen würden, als dass sie zum Eingeständnis bereit wären, ihre Forderungen beinhalteten in Tat und Wahrheit Apartheid-Massnahmen…

«Verteilung» auf alle EU-Staaten?

Simonetta Sommaruga, noch für einige Wochen Bundespräsidentin der Schweiz, träumt derweil immer noch vom Segen der von der EU gebieterisch befohlenen «Verteilung» all jener, die in Massen durch die von Deutschlands Mutti verkündete Willkommens-Kultur aus Nahost und Schwarzafrika nach Europa gelockt werden.

Frau Sommaruga ist allmählich die einzige, die noch daran glaubt, dass sich ins «europäische Paradies», also nach Deutschland, Schweden oder in die Schweiz drängende Einwanderer aus Nahost und Afrika von Schreibtisch-Zählfunktionären in Brüssel zum Beispiel nach Rumänien oder Bulgarien abschieben liessen, weil in deren Länderkontingenten noch Platz sei. Dies in einem Kontinent, der nach wie vor die «Errungenschaft» offener, von allen frei passierbarer Grenzen lobpreist – offen auch für Kriminelle, für Gewalttätige, für illegale Einwanderer, für jeden, der einmal die EU-Aussengrenze überwunden hat.

Brüssel kann seine Verteil-Berechnungen getrost dem Papierkorb überantworten. Keiner der Flüchtlinge – die allesamt viel Geld an Schlepper entrichtet haben, auf dass diese ihnen den Weg in ein «Paradies» öffneten – wird sich an europäische Katzentische verweisen lassen, wo Schmalhans Küchenmeister ist.

Auch die Schweiz ist Zielland

Das aber bedeutet: Die von den illegalen Einwanderern als «Paradiese» georteten Länder werden ein Vielfaches zu übernehmen haben von dem, was ihnen von EU-Theoretikern eigentlich zugedacht worden ist. Die von Brüssel ungezügelt zugelassene Masseneinwanderung wird in Bälde auch die Schweiz in voller Härte treffen. Ihr dürften weit mehr als zehn Prozent der Einwanderer zugemutet werden – es ist also mit deutlich über 100‘000 zu rechnen.

Denn dass 230‘000 Einwanderer die EU-Aussengrenze innert drei Wochen unkontrolliert überschreiten konnten, wird sich in Afrika und Nahost in Windeseile herumsprechen.

Gratisanwalt für alle

Simonetta Sommaruga hält leuchtenden Angesichts daran fest, dass alle, die der Schweiz zugeteilt werden, hier ihren Gratisanwalt bekämen. Das gilt auch für all die, welche sich den Eintritt in unser Land dank jämmerlicher Schwäche unserer Landesregierung ganz einfach erzwingen. Heerscharen von Leichtgewicht-Juristen werden mit längst vorformulierten Einsprachen gegen alles, was sich hier Behörden zu verordnen überhaupt noch getrauen, rekurrieren. Alle Verfahren werden damit quälend in die Länge gezogen – bis jeder Gratisanwalt erreicht hat, dass der von ihm Betreute zum «Härtefall» erklärt wird, der auf jeden Fall bleiben darf.

Das blüht der Schweiz, wenn nicht innert Rekordzeit das Referendum gegen das neue Asylgesetz zustande kommt, in welchem eine weltfremde, naive, bürokratiegläubige und Brüssel-orientierte Parlamentsmehrheit diesen Gratisanwalt für alle, die sich selbst als Asylanten etikettieren, auf alle Ewigkeit verankern will.

Ulrich Schlüer

 

Treffpunkt Schweiz (Symbolbild von Rike / pixelio.de)

 

02.10.2015 | 3728 Aufrufe