Bilanz

Am Jahresende 2014 ist eine Neuerung zu registrieren: «Sprachartisten» dominieren zu Bern – zur Tarnung dessen, was Bundesbern vorantreibt. Da ermächtigt der Bundesrat die EU-Gewaltigen zu Sanktionen, also zu Strafmassnahmen gegen die Schweiz. Wortakrobaten säuseln derweil von «Ausgleichsmassnahmen»: Als hätte die Schweiz Brüssel gegenüber irgendetwas «aus-zugleichen».

Umfrage-Zirkus

Zunächst zu Ecopop: Noch eine Woche vor der Abstimmung (die Hälfte hatte bereits abgestimmt) wurde aufgrund «repräsentativer Umfrage» ein Kopf-an-Kopf-Rennen angesagt – bei stetig wachsender Ja-Bereitschaft. Hätte das nur ansatzweise gestimmt, dann wären in der letzten Woche vor dem Urnengang überhaupt nur noch Nein-Stimmen zu Ecopop abgegeben worden. Nur so wäre das 25-Prozent-Ergebnis erklärbar.

Volksvermögen

Goldreserven sind Früchte langjähriger Leistungsbereitschaft von Arbeitnehmern und Arbeitgebern – nicht aber Spielgeld für Politiker, Spekulanten und Banker.

Verstand und Unverstand

Gewiss, Gold in den Tresoren der Nationalbank zu wissen, ist für sich allein noch keine Garantie für das Wohlergehen der Schweiz. Ein bisschen Verstand ist den Verantwortlichen für die Gold-Aufbewahrung schon auch noch zuzumuten. Ihr demonstrativer Bier-Eifer, die Goldreserven zu verteufeln, lassen Zweifel an ihrer Führungs-Übersicht und Führungs-Kompetenz nicht mehr verstummen.

Raubzüge

Beginnen wir mit einer kurzen Chronologie: Bis 1996 waren die 2590 Tonnen Schweizer Goldreserven gemäss Nationalbank und Bundesrat «unverkäufliches Tafelsilber der Nation», «Vertrauens-Fundament» für die Stabilität von Währung und Land. Wenig später wurden sechzig Prozent davon überstürzt – über die Köpfe aller Schweizerinnen und Schweizer hinweg – zu schlechtest denkbarem Preis verschleudert.

Ein Quisling und viele Zufälle

Ein Unternehmer und Milliardär, Hansjörg Wyss, verspricht via «Tages-Anzeiger» (3. Oktober 2014) Millionen an die, die Christoph Blocher – z.B. mittels Volksinitiative – als «Rattenfänger von Seldwyla» entlarven und niederringen würden.

Gefesselt ans Euro-Desaster

Der Franken bleibe, sagt die Nationalbank-Spitze, noch auf Jahre hinaus an den Euro gebunden. Was 2011 als «vorübergehende Notmassnahme» erlassen wurde, um den offensichtlich marktuntauglichen Euro vor dem Fall ins Bodenlose zu bewahren, wird Dauerzustand. Die Nationalbank tritt ihre so oft beschworene Unabhängigkeit auf Gedeih und Verderb an EZB-Chef Mario Draghi ab.

Menschenrechte

Es sei, jammern hiesige Justizfunktionäre, fast unmöglich, gegen hier in der Schweiz aktive Jihad-Aktivisten, gegen Werber für die Kommandos der IS-Schlächter oder gar gegen mit schwerer Schuld beladene Rückkehrer aus IS-Kampfeinsätzen wirksam vorzugehen. Ganz so, als seien diese Schwerverbrecher harmlose Touristen.

Analphabeten?

Die hiesige Classe politique erbebt sichtlich bis in ihr Innerstes: Eine «System-Veränderung», eine «Umwälzung von Grund auf», ein «Staatsstreich» drohe der Schweiz. Die SVP wolle Völker- und Menschenrecht verraten …

Tödliche Eigendynamik

Die Sanktionen, sorgfältig ausgetüftelt, würden einzig Putin persönlich sowie sein unmittelbares, ihn beratendes Umfeld treffen. Sonst niemand – behaupteten die kopflosen Hauderi zu Brüssel.

EU-Ziele entlarvt

Das EU-Verhandlungsziel für den sog. «Rahmenvertrag» zwecks «institutioneller Einbindung» der Schweiz in die EU-Strukturen ist nun also bekannt. Einige, die eben noch Christoph Blochers neue Anti-EU-Kampagne verspotteten, reiben sich schockiert die Augen: Im Rahmen «institutioneller Einbindung» soll die Schweiz alle heutigen und künftigen EU-Gesetze und EU-Beschlüsse zu allen in bilateralen Verträgen angesprochenen Sachverhalten automatisch übernehmen müssen. Unbesehen, ohne jede Mitsprache!

Buchstabengetreu

Bundesrätin Simonetta Sommaruga verspricht an einer bundesrätlichen Pressekonferenz und in unzähligen daran anschliessenden Interviews hoch, heilig und hundertfach die «buchstabengetreue» Umsetzung der von Volk und Ständen angenommenen Volksinitiative gegen die Masseneinwanderung.

Brüsseler Gstürm

Es gibt keine «harte» und auch keine «weiche» Umsetzung der von Volk und Ständen angenommenen Initiative gegen die Masseneinwanderung. Infrage kommt allein die richtige, die korrekte Umsetzung. Und die ist von der Initiative selbst vorgegeben.

Demokratie oder Geld

Das Ergebnis der EU-Wahl entspricht haargenau den im Voraus hundertfach geäusserten Erwartungen: Die etablierten EU-Anbeter verloren Aberdutzende von Sitzen. Die EU-Kritiker gewannen Aberdutzende von Sitzen. 

Herr und Frau Wurst

Da hat also nun eine – oder einer? – gesiegt. Die – oder der – mit Bart. Ob sie – oder er – singen kann, scheint nebensächlich. Die Elektronik macht alles möglich. Der Sieg gilt ja nicht dem Gesang. Man müsse «den Durchbruch» feiern, ja vergöttern. Indoktrination des Medienkartells – Widerrede untersagt!

Aargauer Sicherheit

Welch buntscheckig Trio, das da im Kanton der Aare der Front der Gripen-Gegner täglich zu medialer Anhimmelung verhilft.

EU-Kleptokratie

Was Informations-Strategen einer Regierung, die sich der demokratischen Kontrolle entziehen konnte, fertig bringen, demonstriert derzeit Brüssel: Der «Durchbruch zur Bankenunion» sei geschafft! Und auch ein markanter Schuldenabbau sei Tatsache geworden. Erfolgsmeldung über Erfolgsmeldung! Dass in Wahrheit Pleitiers aus Schuldenlöchern grosse Summen bloss virtuell einem Fonds zugeschoben haben, aus dem – wie sie behaupten – fortan Geschädigte von Banken-Pleiten entschädigt würden, wird der Öffentlichkeit ebenso wenig verraten wie der Trick, wonach Billionen bisheriger Schulden – ohne dass diese auch nur um einen Euro vermindert wurden – lediglich umbenannt wurden in «Investitionen». Beide Massnahmen beruhen auf Betrug. Betrüger gehören ins Gefängnis. In der EU regieren sie.

Wettlauf ins Nichts

Seit dem 9. Februar ist das Bundeshaus ein Hühnerhaus. Denn das Volk hat etwas beschlossen, das der Landesregierung abgrundtief missfällt. Trotzdem stellen sieben Bundesräte dringenden Handlungsbedarf fest. Jeder etwas anderes. 

Bestechende Lösung

Kaum eine Gemeinde der Schweiz stöhnt derzeit nicht unter massiven Kostensteigerungen für Sozialhilfe-Leistungen.

Demokratie oder Despotie

Zunächst: Dass der Schweizer Souverän der Millionen-Lawine voller Schmähungen («Abschotter»), Lügen («Einwanderung nur mit Arbeitsvertrag») und Drohungen («die Guillotine zerhackt alle Bilateralen») standgehalten hat, ist eine staatsbürgerliche Leistung, der man kaum genügend Respekt bezeugen kann.

Angst vor der Demokratie?

Jetzt kämpfen selbst höchste EU-Funktionäre bemerkenswert rabiat gegen die Volksinitiative, welche die Masseneinwanderung in die Schweiz unterbinden will. Eigentlich – jedenfalls in Festreden – loben diese Funktionäre ihre EU stets als «Friedens-Projekt», als «Hort von Recht, von Sicherheit und Demokratie».