Brüssel wird Barrosos Versailles

Das Parlament in Zypern hat die von der EU verlangte Teil-Enteignung von Kontenbesitzern bei zypriotischen Banken abgelehnt. Aus Angst vor einer massiven Kapitalflucht englischer und russischer Gelder. Die Sache ist noch nicht ausgestanden, aber der Schaden bereits enorm.

Wie das EFD unser Geld kriminalisiert

In der Volkswirtschaftslehre wird Geld definiert als Zahlungsmittel, das im Rahmen des nationalen Zahlungsverkehrs generell zur Bezahlung von Gütern und Dienstleistungen sowie zur Abdeckung anderer Verpflichtungen akzeptiert wird. Was aber, wenn das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) die Verwendung des einzigen gesetzlichen Zahlungsmittels als ungesetzlich erklärt?

«Das wird die neue Partei tragen»

Zur sich weiter verschärfenden Euro-Krise hat der Wirtschaftswissenschafter Professor Joachim Starbatty, Euro-Kritiker der ersten Stunde, soeben ein neues, auf grosse Beachtung stossendes Buch «Tatort Euro» veröffentlicht.

Geisterhaus

Dass es in Bern gelegentlich im Bundeshaus spukt mag man glauben, aber anderswo? Unheimliches spiele sich an der besten Berner Wohnlage ab. Um Mitternacht soll eine schwarz gekleidete Frau durch die Räume des Herrschaftshauses an der Junkerngasse 54 wandeln. Die Junkerngasse hiess bis ins 16. Jahrhundert Kilchgasse, später Edle Gasse, bevor sie im 17. Jahrhundert ihren heutigen Namen erhalten hat.

Gebühren werden Steuern

Jetzt stellen Sie sich mal vor, der Bundesrat würde quasi über Nacht beschliessen, dass jeder Haushalt eine Autobahnvignette beziehen Muss. Sie und ich bekämen automatisch und jedes Jahr eine Rechnung über 40 Franken (oder eben bald 100 Franken) zugeschickt. Es würde jeden treffen, unabhängig davon, ob einer einen Führerausweis hat oder ein überzeugter Bahnfahrer ist oder aus ganz anderen Gründen auf ein Auto verzichtet.

Schweiz leidet unter Energieaustausch

Beim von der EU geforderten Stromabkommen wären für die Schweiz vor allem Nachteile zu verzeichnen. Vom angestrebten Austausch der Energie würden vor allem die mächtigen Nachbarländer profitieren.

Nein zum Alkoholverbot ab 22 Uhr

Geht es nach dem Ständerat, ist es dem Detailhandel bald verboten, von 22 bis 6 Uhr Alkohol zu verkaufen. Die grosse Mehrheit wird einmal mehr für das Überborden einer kleinen Minderheit kollektiv bestraft. Hurra, es lebe der Polizei- und Kontrollstaat!

Buona sera

«Buona sera!» hat der neue Papst vom Balkon herab der riesigen Menschenmenge zugerufen, die sich unten auf dem Petersplatz drängte. Nicht «dominus vobiscum» oder sonst etwas feierlich Lateinisches – sondern einfach, schlicht italienisch, «Buona sera», Guten Abend – wie unter Bekannten und Freunden.

Komplizierte Beziehungen zur Sowjetunion

Die ersten drei Folgen unserer Russland/Schweiz-Serie beleuchteten schweizerische Verwicklungen in die Revolution der Bolschewiken von 1917. Der letzte Beitrag dieser Serie schildert die Umstände des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen 1918 sowie die komplizierten Vorgänge, die 1946 schliesslich die Wiederaufnahmen dieser Beziehungen begleiteten.

Neger, Zigeuner und das Rösslein Hü

Hexen, Wassermänner, Räuber – aber keine «Neger». Der Thienemann-Verlag streicht diskriminierende Begriffe aus den Kinderbuchklassikern des kürzlich verstorbenen Otfried Preussler. Auch in den Neuausgaben Astrid Lindgrens wurde Pipis Vater vom «Negerkönig» zum Südseeherrscher. Ein Streifzug durch Bücher meiner Kindheit und die Niederungen der politischen Korrektheit.

Sanierungsfall Euro

Vor rund drei Jahren musste mit Griechenland zum ersten Mal ein Mitglied der Euro-Zone mit milliardenschweren Finanzspritzen anderer europäischer Staaten vor dem Kollaps bewahrt werden. Es folgten mit Irland, Spanien, Portugal und jüngst Zypern weitere Pleite-Kandidaten und eine beispiellose, hunderte Milliarden Euro schwere europaweite Umverteilungsübung.

Wenn ahnungslose Besserwisser Dissertationen begutachten

Es ist nicht ganz ungefährlich, sich in völliger Unkenntnis von sich stellenden Problemen zum Gewicht von Dissertationen, also wissenschaftlichen Arbeiten zu äussern – vor allem dann, wenn diese auf alten Originaltexten beruhen. Die Grenze zu blinder Polemik liegt gefährlich nahe.