Nein zur staatlichen Heroinabgabe

Der Entscheid des Nationalrats zur Teilrevision des Betäubungsmittelgesetzes kann als weitere Etappe zur "Verniedlichung" der aktuellen Drogenproblematik interpretiert werden. Es ist ein absoluter Hohn, zu glauben, dass mit der staatlichen Heroinabgabe - der wohl umstrittenste Teil der Vorlage - eine moderne, wenn gar zeitgerechte Drogenpolitik zum Zuge käme. FDP-Nationalrat Felix Gutzwiller bezeichnete die mit 108 zu 65 Ja-Stimmen beschlossene Teilrevision des Betäubungsmittelgesetzes als moderate und ausgewogene Sachvorlage, welche ganz im Sinne des heutigen Zeitgeistes liegen würde.

Statt weiter zu kämpfen, resigniert man einfach - schliesslich sind gewisse Drogen "in" und gehören bei vielen Menschen schon zum täglichen Konsum. Zum Glück gibt es noch gestandene bürgerlich politisierende Parlamentarier, die sich zum Ziel gesetzt haben, die staatliche Heroinabgabe und damit das vom Nationalrat beschlossene Betäubungsmittelgesetz per Volksentscheid "bachab" zu schicken. EDU-Nationalrat Christian Waber hat hierzu - mit der Ankündigung eines Referendums - eine Lanze gebrochen. Eine Lanze zugunsten einer restriktiven und letztendlich eindämmenden Drogenpolitik. Ganz zum Wohle jener, die sich in den Fängen solcher gesundheitsschädlichen Drogen befinden.

Bernhard Diethelm, Vorderthal SZ