Klares
Nein zur Familienzulage
Eine Vorlage, die nicht hält, was sie verspricht!
Ziel der Vorlage sei es, eine einheitliche Regelung auf kantonaler Ebene für
Familienzulagen zu sprechen. Tatsache ist, dass die Kantone schon heute auf
freiwilliger Basis höhere Familienzulagen und zusätzlich Geburts-
und Adoptionszulagen festlegen können. Die Kantone bezahlen weitaus höhere
Beiträge, wie vorgegeben. Man handelt gezielt und bedürfnisgerecht.
Die geforderte Vereinheitlichung dieses neuen Gesetzes kann somit gar nicht
erreicht werden. Das neue Familienzulagengesetz verursacht Mehrkosten von
593 Millionen Franken pro Jahr. Zahlen sind unbestechlich. Die finanzpolitische
Lage unseres Landes ist desolat. Die Staatsausgaben steigen unentwegt weiter,
obwohl man ständig von Sparen spricht. Ein Ja zu dieser Vorlage würde
die Verschuldung der Schweiz nur noch zusätzlich fördern. Schulden
von heute sind Steuern von morgen. Es erstaunt nicht, dass bereits heute jährlich
rund 450 Millionen Franken als Kinderzulagen ins Ausland fliessen. Es handelt
sich hier um Familien, bei denen ein Elternteil in der Schweiz arbeitet und
die Kinder jedoch im Ausland wohnen. Bei einem Ja, würde der Gesamtbetrag
pro Jahr um weitere 100 Millionen Franken ansteigen. Zudem bestraft man die
Arbeitgeber in der Schweiz erneut mit höheren Lohnprozenten, was die
Löhne senkt und die Wirtschaft schwächt. Wer leistet, der muss zahlen?
Teilzeitbeschäftigte und Arbeitslose sollen inskünftig die vollen
Zulagen erhalten! Richtig wäre eigentlich, wer weniger oder gar nicht
arbeitet, sollte auch weniger erhalten. Wir wollen unseren Kindern eine bessere
und schuldenfreie Zukunft schenken. Deshalb stimme ich Nein!
Jacqueline Hofer, Dübendorf
ZH
(Kantonsratskandidatin Bezirk Uster)