Arbeitsplatzvernichter bei der SP

Der Name "Winterthur" wird im Versicherungswesen wohl langsam verschwinden. Der Verwaltungsrat ist geschlossen zurückgetreten. Schade scheint es um diese Jasager wohl kaum zu sein. Neue Verwaltungsräte werden das Sagen haben, unter ihnen auch Postdirektor Ulrich Gygi. Ist es angebracht, dass ein so hoher Bundesangestellter noch solche Verwaltungsrats-Mandate annehmen darf? Für die Axa bringt er allerdings reiche Erfahrungen im Schreddern von Arbeitsplätzen mit. Der zu erwartende Abbau von Arbeitsplätzen scheint den Herren kaum Bauchweh zu bereiten, eher die grossen Festtagsmahlzeiten. Der Vorwand, dass die entlassenen Mitarbeiter grösstenteils wieder anderswo untergekommen sind, ist ein schwacher Trost. Überall wird abgebaut. Viele Angestellte können trotz voller Beschäftigung mit ihrem Lohn nicht einmal die Familie erhalten, während Manager für die wegrationalisierten Arbeitsplätze Millionen-Bonusse kassieren. Die Schere zwischen unten und oben öffnet sich immer weiter und einmal muss es zu einem Knall kommen. Durch den Abbau werden auch viele, nicht einträgliche Unterhaltsarbeiten vernachlässigt, oder nicht mehr ausgeführt, was oft zu Unfällen und Schäden führt. Bekanntlich sind ja leider die beiden grössten Arbeitsplatzvernichter (Gygi PTT und Weibel SBB) noch Mitglieder der SP. Die SP will eine Arbeiterpartei sein und sollte daher einmal über die Bücher gehen und sich ernsthaft fragen, ob solche Leute in ihren Reihen noch geduldet werden können. Wenn sie dies nicht tut, ist sie nicht mehr glaubwürdig.

Nikiaus Amacker, Winterthur