Schweizer Soldaten nach Afghanistan?

Laut Medienberichten will die Ausserparlamentarische Kommission für militärische Einsätze der Schweiz zur internationalen Friedensförderung (PSO) Schweizer Soldaten für "Friedensoperationen" nach Afghanistan schicken. Hat die Schweizer Armee keinen Aufklärungsdienst mehr, der feststellen könnte, dass in Afghanistan ein völkerrechtswidriger Krieg mit fast täglichen Bombardierungen tobt, wo unsere Friedenssoldaten Kanonenfutter wären? Die Zeitung "La Repubblica" berichtete kürzlich, dass siebzig Prozent der italienischen Militärs nach Kontakt mit Uranmunition in der Kriegszone an der Schilddrüse "vorsorglich" operiert werden mussten, dass fünfhundert Soldaten krank und vierzig gestorben seien. Und wie will man der Weltöffentlichkeit unsere Neutralität, unsere guten Dienste und die Schweizer Friedensinitiativen verkaufen, wenn wir gemeinsame Sache mit den Besetzern machen?

Peter Aebersold, Zürich