Einschneidende
Rauchverbote
(Zum Artikel von Patrick Freudiger in "Schweizerzeit" Nr. 10
vom 5. April 2007): Besinnt sich der Staat mal auf seine Kernaufgaben, nämlich
die Bürger vor schädlichen Einflüssen zu schützen, dann
fühlen sich gewisse Leute berechtigt, sich grossprecherisch zu beschweren.
Diese Menschen berufen sich dann auf ihr "Freiheitsrecht" und ignorieren
dasselbe Recht ihrer Mitmenschen. Es geht also um Rauch, den man ertragen
solle, gefragt wird kaum jemals. Raucher erachten es als selbstverständlich,
dass sie rauchen dürfen. In vielen Jahrzehnten ist dieses Selbstverständnis
wie zu einem Menschenrecht herangewachsen, gründet auf Toleranz der Nichtrauchenden,
die das Rauchen einfach hinnehmen. Raucher bemühen sich gelegentlich
etwas Zurückhaltung zu üben, Nichtraucher sollen dafür tolerant
sein und den rauchenden Mitmenschen auch ein "Freudeli" gönnen.
Das ist so allgemein die gängige Ansicht, wie ein ungeschriebenes Menschenrecht
also. Doch das ist es eben nicht, rauchen ist schädlich und Raucher habe
kein Anrecht, ihren Mitmenschen das Wohlbefinden zu vermiesen, denn wir leben
alle von derselben Luft. Möglichst weitgehende Rauchverbote sind schon
lange überfällig, auf Einsicht und guten Willen der Raucher zu hoffen,
löst das Problem keinesfalls.
Hansruedi
Eggenberg, Zürich