Kampf der SP-Emanzen
Als aktiver Wehrmann habe ich mit Interesse die vergangene Nationalratsdebatte über eine parlamentarische Initiative verfolgt, welche zum Ziel hatte, die Heimabgabe der Ordonanzwaffen zu verbieten. SP-Emanzen wie Nationalrätin Chantal Galladé samt GSoA-Aktivist Josef Lang – seines Zeichens Nationalrat der Alternativen aus dem Kanton Zug – kämpften in ihrem übertriebenen Eifer für den Bruch einer langjährigen Tradition der Schweizer Milizarmee. Vergessen, dass die Abgabe der Ordonanzwaffe gleichzeitig einem urschweizerischen Vertrauensbeweis der Armee gegenüber seinen Soldaten gleichkommt, diskreditierten sie mit ihren unsäglichen Äusserungen sämtliche Angehörigen der Armee zu potentiellen Schwerverbrechern, welche nur darauf bedacht seien, eine blutrünstige Tat zu vollziehen!
Unbestritten ist, dass jede Tat, welche mit einer Ordonanzwaffe der Schweizer Armee verübt wird, eine zu viel ist. Klar ist aber auch, dass nicht die Waffe per se das Problem einer verübten Tat darstellt, sondern immer noch der jeweilige Mensch, sprich Täter. Es ist eine Frage des Charakters und der damit verbundenen Einstellung ob ein Mensch – und in diesem Fall der betreffende Wehrmann – bereit und willens ist, sich dieser ehrenvollen Aufgabe eines Milizsoldaten hinzugeben und damit das entgegengebrachte Vertrauen in seine Person zu rechtfertigen. Mit wenigen Ausnahmen kann festgehalten werden, dass unsere Schweizer Soldaten in die Kategorie der ehrlichen und aufrichtigen Wehrmänner gehören. Mit der Gewissheit ihrer gefestigten Grundeinstellung zum Leben können sie sich denn auch diesem linken Emanzen-Gehabe entziehen. Um so erfreulicher ist die Tatsache, dass sich auch die Mehrheit des Nationalrats für uns aktive Wehrmänner eingesetzt und dem Ansinnen der eigentlichen «Armeeabschaffer» eine Abfuhr erteilt hat. Dennoch bleibt das Thema politisch brisant. Mit der Volksinitiative «für den Schutz vor Waffengewalt» stehen schon bald die gleichen Forderungen im Raum der öffentlichen Diskussion. Dannzumal wird sich eine neue Kampfzone mit ähnlichen Fronten eröffnen. Angereichert mit genügend Munition in Form von sachlich ins Feld geführten Argumenten, kann aber auch diese Schlacht erfolgreich zu Ende geführt werden.
Bernhard Diethelm, Vorderthal SZ