Wahlsonntag

Nach der vergangenen Abstimmung sollten wir uns allen Ernstes überlegen, ob wir nicht einige Wörter unseres täglichen Gebrauchs ändern müssten. Zum Beispiel: «Betet, freie Richter betet» im Schweizer-Psalm, anstatt «Betet, freie Schweizer betet». An die Stelle von Finanzminister könnten wir treffender sagen Schuldenminister, denn jeder arbeitende Schweizer hat heute über fünfzigtausend Franken öffentliche Schulden (Bund, Kanton und Gemeinde zusammengezählt). Eventuell wäre angebracht, zu präzisieren: Öffentliche Kundgebung auf dem Bundesplatz, vor unserem Bundeshaus, für Muslime möglich und stillschweigend geduldet, aber verweigert für die grösste Partei der Schweiz, an der ich als 78jährige Frau letztes Jahr teilnahm und riskierte, mit Pflastersteinen bombardiert zu werden. Die rot-grüne Regierung der Stadt Bern liess das alles geschehen!

Mir macht die Zukunft bange, nicht für mich, sondern für die Nachkommen. Falls noch welche nachkommen, die nicht abgetrieben werden. Letzteres auch an einem Wahlsonntag beschlossen, zu 73 Prozent. Da dürfen wir nicht stolz darauf sein, sondern müssen uns schämen! Unsere Regierung zahlt einige hundert ausgebildete Presse-Beauftragte, aber diese beeinflussen uns wohl in die falsche Richtung.


Theres Farine, Zollikofen BE