Die
Entmündigung der Schweizer Soldaten
Die jüngsten Ereignisse, bei denen Menschen mittels Schusswaffen
umgebracht wurden, sind so unfassbar wie tragisch. Prompt fordern nun linke
Politiker, dass Armeewaffen ins Zeughaus gehören. Gemessen an der Anzahl
Ordonnanzwaffen, welche zuhause aufbewahrt werden, ist die Missbrauchsrate
relativ gering. Auf eine Million Einwohner ereignen sich im Schnitt zwölf
Tötungsdelikte; in 36 Prozent der Haushalte steht mindestens ein Gewehr.
Eine Debatte um die Tatwaffe zu führen ist weiter insofern überflüssig,
da ja nicht die Waffe sondern der Mensch dahinter tötet. So lautet der
Tenor der Politiker denn auch, dass Armeewaffen zuhause nichts zu suchen haben.
Die Gründe, weshalb sich eine Person selbst und/oder andere damit tötet,
interessiert anscheinend weniger. Die Ordonnanzwaffe mag bei Affekthandlungen
wohl einen Einfluss haben, aber Dramen lassen sich auch nicht mit Waffenverboten
verhindern. Dass die Armeewaffe nicht das einzige Tatwerkzeug bei einer Affekthandlung
ist, zeigen Fälle in Liestal (2006) oder in Obfelden ZH (2002). Dabei
handelte es sich um eine Axt bzw. um eine Eisenstange.
Ein Verbot der Heimabgabe der Armeewaffe bestraft alle, welche ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen und wissen, wie mit der Waffe umzugehen ist. Zweitens misstraut der Staat in dieser Weise seinem Volk. So kommen wir wieder auf die Forderungen linker Politiker zurück. Während die Tötungen mittels Armeewaffen regelrecht aufgebauscht werden, spricht niemand über den illegalen Waffenerwerb. Wenn jemand Frauen und Kinder vor irregewordenen Männern und Vätern schützen will, müssten so auch Beile, Äxte, Messer, Motorsägen etc. in Haushalten ebenfalls verboten werden. Wenn wir diesen Faden noch ein wenig weiterspinnen würden, müssten ebenfalls Autos und Züge verboten werden. Neben Unfallopfern im Strassenverkehr werfen sich jährlich rund hundert Menschen vor einen Zug. Der Schweizer Bürger kann sich mit der Waffe einen gewissen Grad selbst schützen. Wer ihm nun das Gewehr wegnehmen will, schafft damit nicht mehr Sicherheit, sondern entmündigt ihn.
David Herzig, Wynau
BE