Erdrücken uns die «Umarmungen» der EU?

Ausgerechnet in der gegenwärtigen Krise der EU und des Euro-Raumes diskutieren verschiedene Kreise in der Schweiz, ob doch ein EU-Beitritt unausweichlich sei. Dabei ist doch zu erwarten, dass dieses undemokratische Gebilde auseinander fallen wird. Die «Weltwoche» hat eine Umfrage durchgeführt, wonach Baden-Württemberg, Vorarlberg, Como/Varese und Savoyen/Hochsavoyen liebend gerne der Schweiz beitreten würden, insbesondere wegen unserer direkten Demokratie.

Was solls, heute zu überlegen, ob wir in vielleicht zwanzig Jahren der EU beitreten sollten, wenn offen ist, ob dieser undemokratische Moloch dann überhaupt noch bestehen wird.

In den vierzig Jahren des letzten Jahrhunderts hatte die Schweiz noch tüchtige Unterhändler wie Jean Hotz und Walter Stucki, welche mit ausländischen Mächten hart und selbstbewusst zu verhandeln verstanden und die Position der Schweiz zu verteidigen wussten. Wo sind heute solche Persönlichkeiten in unserm Lande?

Kurt Jean Bolli-Tanner, Beringen