Monika Stockers persönliches Vergnügen
Die tyrannische und beschämende Abrechnung Stockers in einer Talksendung eines Zürcher Lokalsenders mit den beiden nicht anwesenden entlassenen Sozialmitarbeiterinnen Margrit Zopfi und Esther Wyler – diese haben gravierende Missstände im Sozialsystem der Stadt Zürich aufgedeckt – ist ein klarer Racheakt einer gescheiterten Sozialversteherin.
Monika Stocker ist mit der Promotour ihres Buches wieder in den Medien präsent. Eigentlich eine Gelegenheit, sich neu zu positionieren und mit der Wahrheit Gerechtigkeit zu schaffen. Fakt ist: Die Zürcher Justiz hat bereits vor längerer Zeit wie erwartet Margrit Zopfi und Esther Wyler vom Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung freigesprochen. Statt diese Chance zu nutzen und Fehler einzugestehen, rechnet Stocker knallhart ab. Zwar bestätigt sie, dass es Sozialmissbrauch in der Stadt Zürich gibt, lässt aber keine Gelegenheit aus, Esther Wyler und Margrit Zopfi öffentlich zu schikanieren.
Trotz meisterhaft gelungener Inszenierung bleibt Stocker nach wie vor unglaubwürdig. Vielmehr treibt sie die Sache als vermeintlicher «Gutmensch» auf die Spitze. «Als Sozialmitarbeiterin muss man Menschen gerne haben» meint Stocker. Ferner spricht sich von besseren Menschen und gibt sich als liebevoll. Jeder der dieses unwürdige Schauspiel und die „rührende“ Mitleidstour am Fernsehen mitverfolgt, merkt sofort, dass diese Frau über keine Sozialkompetenz verfügt. Dies könnte Stocker nur erreichen, wenn sie das schikanöse Strafverfahren, das mittlerweile weitergezogen wurde, mit sofortiger Wirkung einstellen lassen würde und die Größe hätte sich bei Esther Wyler und Margrit Zopfi offiziell entschuldigen.
Frau Stocker scheint offensichtlich Spass daran zu haben, Macht auszuüben und anständige und loyale Mitmenschen zu schikanieren. Diese Medienpräsenz auch noch zu nutzen, um Geld zu verdienen, ist schlichtweg charakterlos. Der Auftritt Stockers ist ein trauriges Beispiel einer uneinsichtigen, gescheiterten Sozialvorsteherin.
Jacqueline Hofer, Dübendorf