Danke, liebes SF
Ein wunderbarer Club war es am Di, 08.12.10. Neben gestandenen Politikern wie Adrian Amstutz oder Pascale Bruderer durfte sich die Jugend aus allen Ecken an der Diskussion beteiligen. Moderatorin, Christine Maier sagte nach der Sendung: “ Es hat grossen Spass gemacht“. Die folgenden Zeilen meines Leserbriefes werden auch zeigen warum. Die Themen waren in erster Linie Politik, Wirtschaft und vor allem der Umgang unter Politikern und deren Vorbildfunktion. Grundsätzlich eine gute Idee. Schlussendlich war es mehr eine Diskussion über das angeblich unfaire Verhalten von Adrian Amstutz gegenüber der Justizministerin, Simonetta Sommaruga in der Arena vom 5.11.10. Nationalrat Amstutz stellte sich der Diskussion. Eher er aber Luft holen konnte, wurde er vom Publikum ausgebuht. SP-Vorzeigefrau, Pascale Bruderer heizte das Publikum noch zusätzlich auf mit den Worten,“ Herr Amstutz verhielt sich falsch, und das ist inzwischen sogar ihm selber klar.“ Es folgte ein herzhafter Applaus des Publikums. Die Moderation jedoch intervenierte keineswegs. Interessant, dass man sich immer über die Stilfrage der SVP empört, sich gleichzeitig aber verhält, wie an einer “Bier-und Bratwurstfete“. Abgesehen von dieser Tatsache war ich etwas erstaunt, dass man nicht über das Inserat für die 1:12 Initiative der JUSO diskutierte. Dieses zeigt die “reichen Fettsäcke“. Ist das anständig? Interessant, aus welchem politischen Lager mehr Leute die Sendung besucht haben. Dies zeigt wohl das grosse Vertrauen der linken Seite in das SF. Ich bin 22 jährig und darüber erstaunt, welche Erwartungen die Politiker an uns, die nächste Generation, haben. Adrian Amstutz war der einzige, welcher wirkliche Erwartungen erwähnte wie zum Beispiel Anstand. Die anderen Teilnehmer sprachen von kritisch sein, mitmachen, zuhören etc. Tatsache ist, dass diese Erwartungen von linker Seite bereits Gegebenheiten sind. Deshalb haben wir ja den “Rechtsrutsch“. Danke, liebes SF. Es hat grossen Spass gemacht.
Yannick Buchter, Konolfingen