Umerziehung durch SRG des Roger de Weck

Mit ihrem Protest gegen die Wahl von Roger de Weck zum Generaldirektor der SRG schiesst die SVP nicht auf Spatzen. Denn als Mitbegründer des linksintellektuellen «Club Helvétique» – der sich den Abbau der Volksrechte auf die Fahne schreibt – bekommt Herr de Weck mit diesem Posten ein allzu schweres politisches Geschütz anvertraut. Dass er dieses auch einsetzen will, hat er schon gesagt. Oder was kündigt er anderes an mit der Aussage, dass «Qualität» künftig vor «Quoten» komme, als dass wir Schweizer ab jetzt per TV-Unterricht zu der (seiner Meinung nach) einzig «korrekten» Weltanschauung umerzogen werden sollen. Diese soll in die Aufgabe der Souveränität unseres Staates führen zugunsten einer sozialistischen EU. Der Anspruch der Zuschauer auf Unterhaltung und das Recht auf ausgewogene Information dürfte dabei weitgehend auf der Strecke bleiben so wie der Schuldenabbau des Unternehmens. Schon jetzt ist Herr de Weck in Politsendungen überpräsent und hat sich längst geoutet als schon fast feindselig gegen nahezu alles das als «schweizerisch» gilt und nicht ins Konzept der EU passt – unter Anderem eben auch die direkte Demokratie. Dass er das publizistisch brillant macht ist unbestritten. Aber gerade deshalb sollte ein Mann wie er nicht an der Spitze unseres öffentlich rechtlichen Fernsehens stehen, denn die SRG hat eine zentrale meinungsbildende Rolle in der Schweiz. Die Besetzung des Generaldirektoren-Postens hat deshalb auch eine wichtige staatspolitische Komponente. Die Angst, dass Herr de Weck diesen kolossalen Einfluss in der Medienlandschaft einseitig zugunsten seiner Ideologie missbrauchen wird, ist mehr als verständlich.

Peter Muggli, Schaffhausen