Offener Brief an Stadtrat Waser, ZH
Hochgeachteter Herr Stadtrat
Um den Prozess vor Bezirksgericht foutierten Sie sich. Jetzt vor Obergericht schicken Sie erstmals Zeugen in Feld: ehemalige Vorgesetzte der beiden Stauffacherinnen, notgedrungen Partei, also befangen. Wyler und Zopfi waren bei den Zeugeneinvernahmen ebenfalls präsent. Zum Leidwesen Ihrer «Kronzeugen», die zwar die Aussage verweigern konnten. (Falsche Zeugenaussagen werden mit bis zu drei Jahren bestraft).
Ihr «Prozess-m’enfoutisme», den Sie mir – wohl als Schutzbehauptung – bei unserem Interview in Weissbad zum Ausdruck brachten, ist unglücklich. Dies umso mehr als Causa bei Ihrer politischen Klientel unpopulär ist. Am Ende wird man den Sack hauen, auch wenn der Esel(In) gemeint ist.
Als weiterführende Literatur in Sachen Whistleblowing empfehle ich Ihnen die Dissertation von Dr. iur. Zora Ledergerber, Tochter ex Ex-Stapi. Sie begrüsste, im Widerspruch zum Papi, den Freispruch vor Bezirksgericht als «richtigen und wichtigen Entscheid» (TA 16.1.2010).
Rosario al cuello y el diablo en el cuerpo?
Ich grüsse Sie.
Kopien an Ihre Amtskolleginnen, Stadtpräsidentin Mauch und Stadträtin Genner
Hans G. Scharpf, Zürich