Leuenbergers Leerflug

In Kopenhagen haben sich die Mächtigen der Welt vor Jahresabschluss zu einer gross angekündigten Konferenz zusammengefunden, um über Massnahmen zu diskutieren, die zur Rettung unseres Planeten vor der drohenden Zerstörung beitragen könnten.

Wie in der Presse gross angekündigt wurde, reiste Umweltminister Moritz Leuenberger zusammen mit seiner Delegation auf dem Schienenweg in die dänische Hauptstadt, um mit einem symbolischen Akt seinem Umweltbewusstsein Nachdruck zu verleihen. Die Presse hat diesem Ereignis alle Aufmerksamkeit geschenkt. Recht so – gut so!

Doch wie nun erfolgte die Rückreise aus Kopenhagen? Nicht etwa wieder per Bahn. Zur Rückführung der Konferenzdelegation in die Schweiz wurde vielmehr der bundesrätliche Jet in einem Leerflug nach Kopenhagen beordert. Diese Übung sollte der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Dies ist jedoch nicht gelungen! Ist dem Schweizer Umweltminister das ökologische Denken so schnell wieder abhanden gekommen? Für mich geht das in Richtung Heuchelei!

Kommt dazu, dass die Kosten für Jet-Flugstunden bekanntlich kein Pappenstiel sind. Einmal mehr ein Beispiel, wie in Bern mit Steuergeldern umgegangen wird. Umweltschützer und Steuerzahler: Macht dazu Eure Gedanken selber.

Martin lang, Hochdorf LU