Endlich die echte Konkordanz herstellen
Kurz nach dem längst fälligen Rücktritt des selbstgefälligen Mediendiktators Leuenberger, scheint das politische Trauerspiel der Konkordanzbrecher in eine neue Runde zu gehen. Die freisinnige Fraktionschefin Gabi Huber sicherte der SP nämlich bereits ihre Unterstützung zu. Die FDP stehe zur Konkordanz, daher sei es klar, dass die SP Anspruch auf den frei werdenden Bundesratssitz hätte, sagte sie gegenüber den Medien. Obwohl die SVP mit einem Wähleranteil von 28,9 Prozent weitaus wählerstärkste Partei im Lande ist und nur über einen einzigen Bundesrat verfügt, steht der SP mit einem weitaus geringeren Wähleranteil von unter 20 Prozent gemäss der Logik der FDP also einen Sitz mehr zu - aus Konkordanzgründen, wie so schön argumentiert wird. Ganz schön scheinheilig Frau Huber. Obwohl die FDP dem Volk und der SVP bei der letzten Wahl von Didier Burkhalter versprochen hatte, dass sie bei der nächsten Bundesratswahl die SVP unterstützen werde (weil die SVP die Wahl Burkhalters erst ermöglicht hatte), scheinen diese Versprechen bereits wieder vergessen zu sein. Die FDP ist und bleibt ein verlogener Haufen, der sich nur um die eigenen Parteipründe kümmert, anstatt sich um das Wohl des Volkes zu sorgen. Wenn sie das nämlich täte, würde sie jener Bevölkerungsschicht, die sich durch die SVP vertreten fühlt, endlich ihren berechtigten Sitz zusichern. Damit könnte die echte Konkordanz wieder hergestellt werden und der Bundesrat würde nicht mehr so eindeutig von einer desaströsen linken Allianz dominiert, die die Grundpfeiler unseres Landes nach und nach umstürtzt. Aber was machen die Freisinnigen stattdessen? Man tut sich mit den Sozialisten zusammen! Was für ein Skandal für die ach so bürgerliche FDP. Für mich Grund genug, bei den anstehenden National- und Ständeratswahlen die FDP-Liste genüsslich durch den Papierschredder laufen zu lassen.
Olivier Kessler, Wollerau