Kindergartenspiele

Haben unsere Bundesräte «Blinde Kuh» gespielt?

Das Spiel besteht darin, dass einem der Kinder mit einem Tuch die Augen verbunden werden. Die anderen laufen herum und ärgern die «blinde Kuh», indem sie dieses rufen oder zupfen und leicht kneifen. Wen die «blinde Kuh» ergreifen kann, der muss sich an ihrer Stelle die Augen verbinden lassen.

Mag sein, dass unsere Bundesräte(-innen) zeitweise «Blinde Kuh» spielten. Aber wohl nur vorübergehend. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie über längere Zeit einem viel vergnüglicheren Spiel frönten: dem so genannten «Telefonspiel».

Das Telefonspiel, das in Kindergärten oft gespielt wird, funktioniert so: Eine Gruppe von Kindern (so etwa 7) sitzen in einem Kreis. Die Kindergärtnerin flüstert einem der Kinder ein Wort ins Ohr und dieses muss das Wort dann möglichst rasch dem nächst sitzenden Kind ins Ohr flüstern. Dieses wiederum dem nächst sitzenden, bis das Wort zum letzten der sieben Kinder gelangt. Das siebte Kind muss dann das Wort laut aussprechen. Das Lustige am Spiel ist, dass am Schluss meist ein anderes Wort herauskommt als das anfänglich vorgegebene. Je grösser der Unterschied zwischen dem anfänglich vorgegebenen und dem zuletzt genannten Wort ist, umso lustiger ist die Sache. Deshalb steuern die Kinder die Sache dadurch, dass sie das Wort ganz bewusst etwas undeutlich weiter flüstern. Sinn der Sache ist ja, dass am Schluss alle etwas zum Lachen haben.

Rolando Burkhard, Bern