Interview Hans-Ulrich Ernst

Hans-Ulrich Ernst, ehemaliger General-Sekretär des Militärdepartementes, hat sich im Interview vom 6. Dezember 2010, völlig unverständlich, auf die Seite der Armee-Abschaffer geschlagen. Der ehemalige Miliz- Kommandant einer Brigade macht erstens seiner Frustration Luft, da er sich während der ganzen Zeit seiner beruflichen Tätigkeit mit Berufs Offizieren herum schlagen musste. Zweitens stand und steht er immer im Schatten seines Vaters Ernst, der es als hervorragender und höchst begabter Offizier zum Korps Kommandanten brachte. Wer die beiden Persönlichkeiten kennt – also Vater und Sohn – dem fällt eine objektive Einschätzung nicht schwer. Hans-Ulrich Ernst, bekannt als arrogant, kann es unter anderem nicht verdauen, dass er nicht zu einem Beitrag im Buch „Erinnerungen an die Armee 61“ eingeladen wurde. Die Schweizer Miliz Armee ist kein Mythos. Aber keine Armee der Welt erträgt innerhalb von 1 ½ Dekaden drei Reformen. Die Ansicht von Hans-Ulrich Ernst, das ausserdienstliche Schiesswesen sowie die Mobilmachungs-Oranisationen hätten ihre Berechtigung verloren, zeigt, dass der Brigadier jeden Sinn für die Realität verloren hat. Er weiss aus eigener Erfahrung: Nur wer trainiert kann die verlangten Leistungen erbringen. Dies gilt für alle Sportarten. Jedoch viel wichtiger: Nicht nur die Armee-Abschaffer vom Dienst wollen den Souverän, also das Volk entwaffnen. Auch die Elite der Schweiz denkt in diesem Zusammenhang gleich. Das Schweizervolk wird dies nicht akzeptieren.

Willy P. Stelzer, Volketswil