Der Euro auf Tiefstand!

In letzter Zeit hört und liest man, dass die Nationalbank Milliarden von Euro kauft um diese Währung zu stützen, damit sie nicht zu tief abstürzt und dadurch den Export von Schweizer Produkten in den Euroraum erschwert oder gar verunmöglicht.

Diese Stützungskäufe sind nach meiner Ansicht ein komplett falscher Weg. Den Euro wird es in fünf Jahren kaum mehr geben. Jedes Land wird wieder eine eigene Währung haben. Unsere Nationalbank, bzw. jeder Einwohner der Schweiz erleidet schon jetzt grosse Verluste, da die Nationalbank den Gegenwert der Stützungskäufe nicht mehr erhalten wird, und so an die Kantone keinen Gewinn mehr ausschütten kann. Die Einwohner werden durch Steuererhöhungen die fehlenden Gelder für die Kantone aufbringen müssen.

Es wäre geschickter nicht den Euro, sondern wie folgt, die Betroffenen zu stützen. Export ist befreit von der Mehrwertsteuer, darum, und auch zu statistischem Zweck geht bei der Grenzabfertigung der Ware, eine Warenrechnung an den Zoll. Anhand dieser Dokumente ist ersichtlich, welche Firma für wie viel Geld Waren in den Euroraum liefert. Die Nationalbank könnte nun anhand dieser Rechnungsbeträge den betroffenen Firmen den Zerfallsanteil überweisen. Die in den Euroraum exportierende Firma hätte also keinen Verlust durch den Kurszerfall. Die Schweizer Produkte wären für die Euroländer zum gleichen Preis wie bisher zu haben und unsere Wirtschaft würde florieren.

Rechnungsbeispiel: Seit Januar 2009 ist der Wert des Euro gegenüber dem Franken zirka fünfzehn Prozent zerfallen. Hätte die Nationalbank zum Datum plus dreissig Tage einer Exportrechnung, den dann in Prozent entsprechenden Zerfallsanteil an die exportierende Firma ausbezahlt, hätte die Firma keinen Kursverlust erlitten.

Die bis jetzt über 100 Milliarden Franken (mit solchen Zahlen beschäftigen sich nur Weltraumforscher und Banker) welche die Nationalbank in Form von Euro-Stützungskäufen in den Ofen geworfen hat, würden nach meinem Verwendungsvorschlag noch für einige Jahre als Stützungszahlungen für unsere Euro-Raum Exportwirtschaft genügen.

Allerdings ist auch bei der Anwendung meines Vorschlages der «kleine» Einwohner der Schweiz (wie immer) derjenige, welcher das Nachsehen hat, denn der Gewinn der Nationalbank ist auch so zu einem grossen Teil weg und kann nicht mehr an die Kantone ausbezahlt werden. Doch der Vorteil dabei ist, wir haben Arbeit, was die Sozialeinrichtungen sichert. Wenn man auch die Bevölkerungszunahme stoppt ist man innerhalb der Schweiz zufrieden.

Um auch den «kleinen» Einwohner glücklich zu machen, sollte die Nationalbank diejenigen Banken, welche Hypotheken vergeben, verpflichten, den Zinssatz für Hypotheken maximal ein Prozent über dem Nationalbank-Zielbandsatz anzusetzen. Dies kommt Hausbesitzern und auch Mietern zu gut.

Leo Mahler, Oerlingen ZH